Société Générale US-Börsenaufsicht ermittelt wegen Insider-Handels


Neues im größten Finanzskandal der Geschichte: Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat Ermittlungen aufgenommen gegen ein Aufsichtsratsmitglied der Société Générale und zwei mit ihm in Verbindung stehende Stiftungen. Sie werden des Insider-Handels beschuldigt.

Die US-Börsenaufsicht untersucht einem Zeitungsbericht zufolge die Aktienverkäufe des amerikanischen Vorstandsmitglieds der französischen Großbank Société Générale Robert A. Day. Betroffen seien außerdem die Geschäfte zweier Stiftungen, die mit Day in Verbindung stünden, berichtete das "Wall Street Journal" auf seiner Website. Zudem habe die Staatsanwaltschaft in New York Ermittlungen zum Milliardenskandal bei SocGen aufgenommen, hieß es unter Berufung auf nicht genannte Gewährsleute weiter.

Day und die Stiftungen hätten zwei Wochen vor Bekanntgabe des Finanzskandals Firmenaktien in Höhe von rund 140 Millionen Dollar verkauft, schreibt das "Wall Street Journal".

Ein Sprecher des Aufsichtsratmitgliedes sagte, die Verkäufe seien im Dezember und Januar getätigt worden. Dafür hätten sie alle gesetzliche notwendigen Offenlegungen vorgenommen und keine Insider-Informationen verwendet. Der Sprecher erklärte, Day habe seine vollkommene Kooperationsbereitschaft mit den Ermittlungsbehörden erklärt.

Die Bank hatte durch enorme, nicht gedeckte Einsätze eines Händlers 4,82 Milliarden Euro verloren, der Jahresgewinn schmolz dadurch auf maximal 800 Millionen Euro zusammen.

Lio/ DPA/ AP AP DPA

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