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Stiftung Warentest Teure Crosstrainer fallen im Test reihenweise durch

Crosstrainer für zu Hause schnitten bei Stiftung Warentest schlecht ab
Crosstrainer für zu Hause schnitten bei Stiftung Warentest schlecht ab
© Getty Images
Die Stiftung Warentest hat Crosstrainer für zu Hause geprüft – mit katastrophalen Ergebnissen. Sieben von acht Geräten waren "mangelhaft", dabei wurden keineswegs Billigmodelle getestet.

Fitnessgeräte fürs Heimtraining haben in der Pandemie einen Boom erlebt. Aber nicht alle der teuren Geräte halten, was sie versprechen. Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Vergleich Crosstrainer für zu Hause geprüft – und kommt zu verheerenden Ergebnissen. Sieben der acht getesteten Modelle erhalten die Gesamtnote "Mangelhaft", das beste Gerät ist gerade mal "ausreichend".

Dabei hatten die Tester keineswegs in die unterste Preisklasse gegriffen, die geprüften Crosstrainer kosten laut Warentest im Schnitt zwischen 450 und 1300 Euro. Doch das Prüfprogramm deckte auch bei den höherpreisigen Geräten große Schwächen auf. Ein Problem bei fast allen Kandidaten war demnach die Stabilität. Wenn sehr schwere Menschen an den Haltegriffen ziehen, können sich beim Training die Rohre verbiegen, einige Handläufe brachen gar im Test ab. 

Schadstoffe und gequetschte Füße

In den Handgriffen steckten zudem oftmals kritische Weichmacher, fünf Modelle bestanden die Schadstoffprüfung nicht. Bei zwei Testkandidaten besteht laut Warentest zudem Quetschungsgefahr für die Füße, weil bewegliche Teile sich zu nahe kommen. Schließlich waren die Prüfer auch mit den Messystemen der Crosstrainer nicht zufrieden. Die angezeigte Watt-Zahl – als Maß für den Krafteinsatz beim Treten – stimmte oft nicht mit der Realität überein. Manche Geräte zeigten tendenziell zu viel, andere zu wenig Watt an. Dies könne je nachdem zu Überbelastung oder umgekehrt zu ineffektivem Training führen.

Das Fazit der Tester: "Eigentlich können wir keinen der getesteten Crosstrainer empfehlen." Am besten schnitt noch der "Christopeit Eco 2000" für rund 600 Euro mit der Gesamtnote "Ausreichend" ab. Das Trainieren an sich klappte mit dem "Finnlo Loxon XTR BT" am besten – das mit rund 1300 Euro teuerste Gerät im Test verhagelte sich die Note aber in den Schadstoff- und Sicherheitsprüfungen. 

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Die Hersteller reagierten laut Warentest unterschiedlich auf die massive Kritik der Prüfer. Einige erklärten, verbogene Handgriffe seien in der Praxis kein Problem, manche boten immerhin an, kaputte Griffe kostenlos zu ersetzen. Die fehlerhaften Wattmessungen konnten sich die Hersteller nicht erklären, die Schadstoffbelastung führte ein Anbieter auf Produktionschaos in Asien zurück. Ein Hersteller stoppte den Verkauf des getesteten Gerätes komplett.

Den kompletten Test können Sie kostenpflichtig hier lesen

bak

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