Telekom 35.000 Beschäftigte könnten Job verlieren


Von Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf spricht man bei der Telekom. Konkret könnte das heißen, dass 35.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Denn Telekom-Chef René Obermann will wettbewerbsfähig bleiben und erwägt weitere Auslagerungen in Schwellenländer.

Bei der Deutschen Telekom AG sind einem Bericht zufolge weitere 35.000 Arbeitsplätze durch anstehende Verkäufe oder Umorganisationen bedroht. Das berichtete das Magazin "Der Spiegel" am Samstag vorab unter Berufung auf interne Berechnungen. Telekom-Chef René Obermann wollte die Zahl dem Magazin zufolge nicht bestätigen, sagte aber, es gebe im Telekom-Konzern weiteren Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf.

Dabei werde es Unternehmensbereiche geben, die verkauft oder für die Partner gesucht würden. "Das ist bekannt und alles andere wäre Augenwischerei. Wenn wir das nicht angehen, ist das Unternehmen insgesamt immer weniger wettbewerbsfähig", wird Obermann zitiert. Erst zum 1. Juli hatte die Telekom 50.000 Jobs im Service und den Callcentern der T-Com in drei eigenständige Service-Gesellschaften ausgelagert, um Kosten zu senken.

Unterdessen schließt Obermann einem weiteren Bericht zufolge auf längere Sicht Investitionen in Schwellenländern wie Indien oder Brasilien nicht mehr aus. Die Pläne des Konzerns sähen vor allem Zukäufe im Mobilfunk im Ausland vor, schreibt die "Welt am Sonntag". Laut Obermann sei oberste Priorität aber zunächst Wachstum in Märkten, in denen das Unternehmen bereits vertreten sei. Dann werde man sich benachbarte Märkte ansehen. Mittel- bis langfristig seien weitere Optionen denkbar, wird der Telekom-Chef zitiert.

DPA/AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker