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VW: Zurück zur Fünf-Tage-Woche

Um das VW-Werk in Wolfsburg besser auszulasten, soll nach Willen der Unternehmensleitung künftig an fünf Tagen gearbeitet werden. Der ursprüngliche Plan, an drei Tagen zehn Stunden zu arbeiten, wurde abgeschmettert.

Die Werksleitung des Volkswagen-Konzerns und der Betriebsrat diskutieren nach Angaben aus Unternehmenskreisen eine Fünf-Tage-Woche als Basis für Kostensenkungen im Wolfsburger Stammwerk.

Die Werksleitung habe in den Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern über eine neue Schichteinteilung einen Vorschlag eingebracht, wonach die 28,8-stündige Arbeitszeit - zuzüglich Pausen - auf fünf statt bisher vier Tage verteilt werden solle, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Montag. Am Freitag waren die Gespräche auf diese Woche vertagt worden. Der Betriebsrat hatte zuvor das von VW vorgeschlagene Modell abgelehnt, das in der Produktion von Golf und Golf Plus eine Zehn-Stunden-Schicht an drei Tagen erlaubt hätte.

Volkswagen will die Personalkosten im schlecht ausgelasteten Wolfsburger Werk durch eine neue Schichteinteilung senken, bei der vor allem Nachtzuschläge in Höhe von fast 70 Millionen Euro wegfallen sollen.

Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte am Donnerstagabend vor Journalisten in Hamburg Zuversicht geäußert, dass in absehbarer Zeit ein Kompromiss erzielt werden könne: "Wir werden uns da schon einigen, vielleicht nicht in den nächsten zwei Wochen, vielleicht erst im sechs Wochen." Es gehe nicht darum, den Mitarbeitern zusätzliche Lasten aufzubürden, sondern darum, das Wolfsburger Werk wettbewerbsfähig zu machen.

Reuters / Reuters