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Werbetrends: "Sex sells"

Das Motto "Sex sells" hat in der Werbung Gültigkeit wie nie zuvor. Allerdings gilt dies nur für Europa.

Thomas Krause

Immer mehr Konzerne werben mit berühmten Persönlichkeiten für ihre Produkte. Dies ist laut einer Studie, für die zwischen Januar und September 2005 Werbeanzeigen in knapp 400 Zeitschriften analysiert wurden, der wichtigste Werbetrend des Jahres.

So werben Pop-Ikone Madonna und die Schauspielerinnen Demi Moore und Uma Thurman für Modekonzerne. Gleich zwei Werbeverträge hat ihre australische Schauspielkollegin Nicole Kidman. Sie wirbt für ein Parfüm sowie für Uhren. Gerade bei Parfüms zeigt sich ein weiterer Trend: Damit sich die Werbeträger wirklich mit den beworbenen Produkten identifizieren können, werden sie häufig schon bei der Entwicklung des Parfüms mit eingebunden. So wirkten Prominente wie "Sex and the City"-Darstellerin Sarah Jessica Parker, Pop-Idol Britney Spears, Hotelerbin und Selbstvermarktungswunder Paris Hilton genauso an den unter ihrem jeweiligen Namen auf den Markt gebrachten Düften mit, wie Fußballer David Beckham und seine Frau Victoria.

Pornographie wird gesellschaftsfähig

Das Motto "Sex sells" hat in der Werbung Gültigkeit wie nie zuvor. Insbesondere, wenn die Tage kürzer und kühler werden, lockt die Werbung mit viel nackter Haut. So starten gerade im Herbst Kampagnen, die sehr gewagt und schon beinahe pornographisch sind. Allerdings gilt dies nur für Europa, da die Bevölkerung in den USA nackten Tatsachen in der Werbung deutlich kritischer gegenüber steht.

Auch für die Werbetexte können Fachleute einen neuen Trend ausmachen. Durch Verfremdungen und Neuschöpfungen von Worten wird versucht, die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf die beworbenen Produkte zu lenken. Auffällig oft greifen die Werbemacher zurzeit zu Illustrationen, was auch mit den geringen Kosten zusammenhängen dürfte. Aber auch die digitale Nachbearbeitung von Fotos und Collagen wird zu Verfremdungszwecken eingesetzt. Vor den Models macht die Verfremdung auch nicht halt. Vor allem Modekonzern präsentieren ihre Models häufig als "Wesen von einem anderen Stern". Die Frauen wirken zu unnatürlich, teilweise sogar puppenhaft. Ein Trend, dem - glaubt man den Machern der Studie - ein baldiges Ende beschert sein dürfte.

Für die Studie wurden über neun Monate 30.000 Anzeigen und 40.000 Anzeigenseiten in knapp 400 Zeitschriften ausgewertet.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.