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Wirtschaftskrise: Weltweit mehr Menschen arbeitslos als je zuvor

Weltweit haben seit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2007 fast 34 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom Mittwoch waren damit im vergangenen Jahr etwa 212 Millionen Menschen arbeitslos, mehr als je zuvor.

Weltweit haben seit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2007 fast 34 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom Mittwoch waren damit im vergangenen Jahr etwa 212 Millionen Menschen arbeitslos, mehr als je zuvor. Die durchschnittliche Arbeitslosenrate habe 2009 bei 6,6 Prozent gelegen. Trotz des erwarteten Wachstums der Weltwirtschaft um 3,1 Prozent sei bei der Arbeitslosigkeit zunächst kaum Entlastung zu erwarten: Die Arbeitslosenrate werde 2010 voraussichtlich bei 6,5 Prozent verharren.

In den Industrienationen einschließlich der Europäischen Union dürften dieses Jahr sogar weitere drei Millionen Menschen ihren Job verlieren, teilte die ILO mit. Die Zahl der Arbeitslosen sei hier seit Beginn der Krise um 13,7 Millionen gestiegen, die meisten der Betroffenen hätten ihre Arbeit im vergangenen Jahr verloren. Die Arbeitslosenrate, momentan bei 8,4 Prozent, werde daher vermutlich auf 8,9 Prozent ansteigen.

"Wir müssen verhindern, dass eine wirtschaftliche Erholung ohne Erholung auf den Arbeitsmärkten stattfindet", erklärte ILO-Generaldirektor Juan Somavia im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Die gleiche politische Entschlossenheit, mit der Banken gerettet wurden, ist jetzt nötig, um Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Nötig dafür ist eine Abstimmung öffentlicher Politik und privater Investitionen."

AFP / AFP
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