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Techniker und KKH-Allianz: Krankenkassen dementieren Zusammenschluss

Aufregung im Gesundheitswesen über einen möglichen Zusammenschluss von Techniker-Krankenkasse und KKH-Allianz. Eine Zeitung hatte von der angeblichen Mega-Fusion berichet. Beide Kassen haben das Vorhaben inzwischen dementiert.

Bahnt sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine der bislang größten Übernahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte an? Die Techniker Krankenkasse (TK) und die KKH-Allianz verhandeln über einen Zusammenschluss, wie die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise der Kassen und der Politik berichtet. Beide Vorstände hätten sich bereits auf eine Fusion geeinigt. Die Aufsichtsgremien - die Verwaltungsräte mit Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber - berieten schon in ihrer nächsten Sitzung im März über die Übernahme, schreibt das Blatt.

Die Techniker Krankenkasse und die KKH-Allianz wiesen den Bericht allerdings strikt zurück. Es gebe keine Verhandlungen und keine Fusion, hieß es bei der TK in Hamburg. "Der Zeitungsbericht basiert auf Falschinformationen und ist frei erfunden", teilte die KKH-Allianz in Hannover mit. "Die Behauptung, dass der Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung über die Fusion beraten soll, trifft nicht zu."

Durch den Zusammenschluss entstünde die größte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands, berichtete hingegen das Blatt. Die Techniker hat 7,6 Millionen Versicherte, die KKH-Allianz 1,86 Millionen, nachdem sie 2010 durch die Einführung eines Zusatzbeitrages von acht Euro monatlich knapp 190.000 Versicherte verloren hatte. Bisher ist die Barmer GEK mit 8,6 Millionen Versicherten die Nummer eins.

kng/AFP / AFP