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Ratgeber Haut

Machen Sie sich mal frei?

Haut lässt sich einfach bloß legen: Sie ziehen Pulli oder Hose aus - und schon kann der Arzt gucken. Er schaut sich Ihre nackte Oberfläche ganz genau an.

Blickdiagnose, Hautarzt, Anamnese

Mit Licht lässt sich mehr erkennen.© Josef Hildenbrand/DPA

Der Arzt untersucht Ihre Haut meist mit dem bloßen Auge. Vielleicht benutzt er aber auch eine Handlupe oder einen Strahler, der Licht auf die Sache wirft. Er interessiert sich besonders für das Hautareal, das Veränderungen aufweist oder für die Stellen, die bei einer bestimmten Krankheit typischerweise betroffen sind. Er inspiziert möglicherweise auch Haare und Nägel oder die Mundschleimhaut und die Genitalregion.

Was die Ärztin sehen kann, sind ganz verschiedene Blüten der Haut: Flecken oder Krusten, Blasen oder Pusteln. Auch Größe und Farbe der Hautveränderung sind für eine Diagnose wichtig. Um die Hautfarbe genau sehen zu können, kann die Ärztin mit einem Glasspatel auf die Haut drücken: Dann entweicht das Blut aus den dünnen Adern der Haut. So kann die Dermatologin erkennen, welche Farbe die Haut tatsächlich hat.

Bestimmte Krankheiten kann der Arzt schon am typischen Aussehen erkennen, andere Hautprobleme sind weniger schnell zu identifizieren. So kann ein erfahrener Dermatologe Windpocken oder Gürtelrose ohne weitere Untersuchung sofort diagnostizieren. In anderen Fällen nimmt der Arzt seine Finger zur Hilfe und tastet die Haut an den entsprechenden Stellen ab.

Maren Wernecke

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Die Blickdiagnose ist die klassische, zentrale Untersuchungsmethode beim Hautarzt. Auf ihrer Basis stellt er seine erste Diagnose und entscheidet über weitere Untersuchungen. Wie aussagekräftig die Blickdiagnose ist, hängt allerdings stark davon ab, wie erfahren der Mediziner ist.

 
 
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