Ein allergisches Kontaktekzem entwickelt sich an Hautstellen, die ein bis drei Tage zuvor mit einem Allergie auslösenden Stoff Kontakt hatten. Da wir meistens mit den Händen Gegenstände und Flüssigkeiten berühren, entwickeln sich die roten, juckenden Stellen hier am häufigsten. Besonders gefährdet sind die Finger- und der Handrücken. Dagegen sind die Innenflächen der Hände durch ihre dicke Hornschicht besser vor diesen Allergenen geschützt.
Ein Handekzem kann ganz unterschiedliche Beschwerden verursachen: Die Hände sind gerötet oder geschwollen; sie jucken; die Haut nässt, spannt, brennt oder wirft sogar Blasen. Ist die Haut der Hände schon länger entzündet, kann Sie außerdem noch schuppen, Krusten bilden, sich verdunkeln, einreißen oder verdicken.
Unter dem Mikroskop ist gut zu sehen, wie sich die Haut durch das allergische Handekzem mit der Zeit verändert. Innerhalb der ersten sechs Stunden nach Kontakt mit dem auslösenden Stoff erweitern sich zunächst die Blutgefäße. Wasser strömt in das umgebende Gewebe ein. Erste Bläschen entstehen und bilden sich nach weiteren sechs Stunden voll aus.
Nach etwa einem Tag sind die Bläschen auch mit dem bloßen Auge zu erkennen. Bis zum zweiten Tag nehmen sie weiter zu. Zu diesem Zeitpunkt verhornt die Haut auch verstärkt. Die Allergie hat nun ihren Höhepunkt erreicht und flaut innerhalb von drei Tagen wieder ab: Es lösen sich Schuppen von der Haut, die Hände sind gerötet oder erscheinen dunkler.