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Anfassen mit Folgen

Therapie

Die beste Therapie bei Handekzemen heißt: Lassen Sie die Finger von den auslösenden Stoffen! Das klingt so einfach, und ist im Einzelfall doch so schwer umzusetzen: Wer kann schon einfach seinen Beruf aufgeben oder wechseln?

Wenn Sie Ihr allergisches Ekzem schon länger haben, es also chronisch geworden ist, wird Ihnen der Arzt wahrscheinlich Kortison als Salbe oder Creme verschreiben. Die sollten Sie aber spätestens nach einer Woche durch eine kortisonfreie Pflegesalbe ersetzen - beispielsweise durch ein Teerpräparat. Denn Kortison macht Ihre Haut auf Dauer dünn und schädigt sie so noch mehr.

Unter Umständen brauchen Sie nach zwei Wochen erneut ein Kortisonpräparat, ein sogenanntes Glukokortikoid. Im Extremfall - also bei akuten, schweren oder nicht heilenden Handekzemen - kommen auch kurzzeitig Kortisontabletten in Frage. Wenn Sie keine Therapie mit Kortison wollen, haben Sie durchaus eine Alternative: eine Kombinationsbehandlung aus dem Medikament Psoralen und UV-A-Licht In einigen Fällen hat sich diese Behandlung bewährt.

Experten diskutieren derzeit darüber, ob Calcineurin-Antagonisten für die Behandlung eines Kontaktekzems in Frage kommen. Das sind Medikamente, die das Immunsystem hemmen, Entzündungen bekämpfen und bei Neurodermitis helfen. Obwohl sie für die Behandlung von Kontaktekzemen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht zugelassen sind, verschreiben Ärzte sie manchmal trotzdem. Denn diese Mittel verdünnen die Haut nicht so wie Kortison. Aber auch sie sind nicht ungefährlich: In Tierversuchen zeigte sich ein erhöhtes Risiko für Haut- und Lymphknotenkrebs.

Gönnen Sie Ihren Händen ein Teebad

Pflegen Sie Ihre Haut regelmäßig und gründlich mit geeigneten Cremes und Salben, im akuten Zustand mit einer Lotion. Baden Sie Ihre entzündeten Hände in sogenannten künstlichen Gerbstoffen oder in schwarzem Tee. Haben zusätzlich Keime die erkrankte Haut Ihrer Hände befallen, fragen Sie Ihren Arzt nach Wirkstoffen, die Bakterien bekämpfen und abtöten.

Jucken Ihre Hände sehr stark, lindern Medikamente mit Antihistaminika und Polidocanol den Reiz. Haben Sie Ihr Handekzem schon sehr lange und ist die Hornhaut an den Händen verdickt, weichen Sie diese mit Salicylsäure oder hochprozentigen Harnstoffmitteln auf. Dann können die eigentlichen Medikamente anschließend besser in die Haut eindringen und wirken.

Auch wenn Ihre Hände wieder ganz gesund aussehen: Die Widerstandskraft Ihrer Haut ist noch bis zu fünf Monate geschwächt, nachdem das Handekzem abgeheilt ist. Wenn Sie mögliche Auslöser weiterhin konsequent umgehen und regelmäßig Schutz- und Pflegesalben verwenden, vermeiden Sie einen Rückfall.

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