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Ratgeber Kinderkrankheiten

7. August 2008, 20:12 Uhr

Schau'n wir mal!

Bauchgrimmen, Halsschmerzen, Flecken im Gesicht: Meist besteht kein Grund zu großer Sorge, Kinder kriegen nun mal Kinderkrankheiten. Die Ärztin hat das normalerweise gut im Blick. Und: Je besser Sie die Symptome schildern, desto schneller kann sie helfen.

Die Ärztin horcht, wie das Herz schlägt© Theissen/KPA/Picture-Alliance

Wichtig ist, den leidenden Sprössling nicht zu lange auf Linderung warten zu lassen - auch zu Ihrer eigenen Beruhigung. Zögern Sie nicht, zum Kinderarzt zu gehen, sobald Sie den Eindruck haben, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter sich längere Zeit unwohl fühlt.

Das vertrauensvolle Gespräch ist ein wesentlicher Teil der Diagnose: So erfährt der Arzt etwas zur Vorgeschichte des Kindes. Während dieser so genannten Anamnese fragt der Mediziner, welche Krankheiten Ihr Nachwuchs schon hatte oder bis heute hat.
Die Ärztin beobachtet auch, wie sich Ihr Kind im Sprechzimmer verhält und führt einige sanfte Untersuchungen durch: Über den Brustkorb hört sie Lunge und Herz ab, über den Bauch die Darmgeräusche. Außerdem tastet sie den Leib ab und schaut in Hals und Ohren.
Das Kind hat nicht den Eindruck, dass hier etwas Schlimmes oder Unangenehmes passiert. Denn die Untersuchungen sind kurz und schmerzlos. Dadurch erkennt die Ärztin in vielen Fällen schon, wie sie dafür sorgen kann, dass es Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter schnell wieder besser geht.

Maren Wernecke / Jan Schweitzer

Expertenmeinung Johannes Forster, Chefarzt für Kinderheilkunde am St. Josefskrankenhaus Freiburg, und Hans-Ulrich Neumann, Hamburger Kinderarzt:

Mehr als 80 Prozent der Erkrankungen, die im Kindesalter vorkommen, kann der Kinderarzt auf diese Weise zuverlässig erkennen - ohne dass dafür zusätzliche Untersuchungen im Labor oder mit Geräten nötig sind.

Helfen können Sie, indem Sie die Krankheitszeichen Ihres Kindes genau beobachten: Hat es Fieber, Husten oder Durchfall? Spürt es ein Brennen beim Wasserlassen? Wo hat das Kind welche Schmerzen und wie stark sind diese? Je besser Sie dem Arzt die Symptome beschreiben können, umso besser und schneller kann er eine Diagnose stellen oder die notwendigen Untersuchungen veranlassen.

 
 
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