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10. Mai 2011, 16:35 Uhr

Spielen bis der Arm schmerzt

Als die Schlagzeilen über ihn hereinbrachen drehte Mel Gibson gerade das Drama "Der Bieber". Am Filmset ließ er sich nichts anmerken - und brillierte als depressiver Familienvater. Regisseurin Jodie Foster war begeistert.

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Da musste die Handpuppe aus "Der Biber" draußen bleiben: Mel Gibson vor Gericht© © Mark Boster/Pool/Getty Images

Mel Gibson als depressiver Puppenspieler? Kaum vorstellbar, denkt man an Filme wie "Mad Max", "Lethal Weapon" oder "Braveheart". Doch im Drama "Der Biber" spielt der 55-Jährige jetzt einen lebensmüden Familienvater, der mittels einer Biber-Handpuppe mit seiner Familie kommuniziert. Für die Rolle legte sich der Alt-Star offenbar mächtig ins Zeug. Regisseurin und Co-Star Jodie Foster zeigte sich in der "New York Post" beeindruckt.

"Mel ist ein unglaublicher Künstler", sagte Foster. "Einen Mann mit einer Puppe zu spielen, darin ist er einfach außergewöhnlich." Gibson habe mit einem Puppenspieler zusammengearbeitet und seine Handpuppe sogar an öffentlichen Orten sprechen lassen. Auch körperlich zeigte der 55-Jährige vollen Einsatz: "Er arbeitete so viel mit der Puppe, dass sein Arm verkrampfte."

Foster, die mit Mel Gibson gut befreundet ist, sprach auch über die privaten Probleme, mit denen der Schauspieler zuletzt kämpfen musste. Die Vorwürfe, er sei seiner Ex-Freundin Oksana Grigorieva gegenüber ausfallend geworden und habe die Russin bedroht, wurden während der Dreharbeiten zu "Der Biber" erhoben. "Es war ein sehr harter Tag, als die Schlagzeilen erschienen", sagte die 48-Jährige dem Blatt. "Ich verbrachte viel Zeit mit Mel. Aber er arbeitete weiter. Strauchelte nie. Ein absoluter Profi."

Auch der Freundschaft zwischen den beiden Hollywood-Stars stehen Gibsons Negativ-Schlagzeilen nicht im Weg. "Abgsehen von seinen persönlichen Problemen, ist er vor allem ein toller Freund", sagte Foster. Sie könnten beispielsweise stundenlang miteinander telefonieren - Themen dürfte es zur Zeit ja genug geben.

cjf/Cover Media
 
 
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