Sind teure Jeans wirklich besser?

Die Preisspanne bei Jeans ist riesig: Die billigste Variante ist für unter 25, das edle Designer-Modell erst für mehr als 200 Euro zu haben. Welche besser aussieht, ist Geschmackssache. Ob sich der Preisunterschied in puncto Qualität und Schadstoffe rechnet, hat die Zeitschrift "Ökotest" untersucht. Von Jens Maier

Jeans

Unbedenklich auf der Haut? Jeans im Alltagseinsatz©

Ob für die Cocktailparty, das Büro oder die Freizeit - Jeans werden inzwischen fast zu jedem Anlass getragen. In den meisten Kleiderschränken hängen gleich mehrere Modelle der blauen Hose. Die Preisspanne reicht von unter 40 bis weit über 200 Euro für ein echtes Designerstück. Wer kein Markenfreak ist, fühlt sich auch in einer No-Label-Jeans schick. Doch wie sieht's mit der Materialqualität und eventuell enthaltenen Schadstoffen in den billigen Blauhosen aus?

Das hat die Zeitschrift "Ökotest" in ihrer April-Ausgabe untersucht. 18 Jeans - vom 25-Euro-Modell bis zur 199-Euro-Variante - schickten die Tester ins Labor, um sie auf Schadstoffe überprüfen zu lassen. Insbesondere ob krebserregende oder Allergie auslösende Rückstände enthalten sind, wollten die Tester wissen. Auch die Materialeigenschaften wurden von den Prüfern untersucht.

Fast alle Jeans im blauen Bereich

Das Ergebnis: Vier Hosen schnitten mit "sehr gut" ab, elf mit "gut" und nur drei mit "befriedigend" ab. Zur Testnote "ausreichend" oder "mangelhaft" mussten die Prüfer gar nicht greifen. Keine der getesteten Jeans enthielt bedenkliche krebsverdächtige Stoffe oder Schwermetalle in den Nieten, die Allergien auslösen können.

In drei Modellen fanden sich allerdings halogenorganische Verbindungen, die ebenfalls Allergien auslösen können: In der "G-Star Raw Midge Straight" für 129,90 Euro, in der "Hess Natur Jeans" für 99 Euro und in der billigsten Hose im Test, in der "C&A Yessica Short Bio Cotton". Die Hess- und die C&A-Hosen enthielten außerdem optische Aufheller, was schlecht für die Umwelt ist - und das obwohl sie als "bio" gelabelt sind. Im Gesamtergebnis kam die G-Star noch mit einem "gut" davon, die Hess- und die C&A-Jeans erhielten nur "befriedigend".

Viele Jeans bluten aus

Bei vielen Modellen - sowohl den billigen als auch den teureren - wurde die Abriebfestigkeit kritisiert, was zum sogenannten Ausbluten der Jeans führen kann. Wer viel schwitzt, sollte deshalb lieber keine weiße Unterhose tragen, die könnte sich sonst in ein babyblaues Modell verwandeln. Außerdem empfehlen die Tester, was Großmutter schon wusste: Jeans nicht mit hellen Textilien waschen und nicht unbedingt aufs teure helle Ledersofa damit setzen. Das könnte unschöne blaue Flecken hinterlassen.

Fazit: Wer sparen möchte, spart bei Jeans an der richtigen Stelle. Die H&M-Jeans für 39,90 Euro erhielt beispielsweise das gleiche Testergebnis, nämlich "gut", wie die teure Diesel- oder Replay-Jeans. Und selbst die billigste Hose, von C&A, kann sich mit einem "befriedigend" sehen lassen.

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Allergie Nieten Preisunterschied Schwermetalle
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