bh_roth

Dampfbügeleisen

Früher durfte man in Dampfbügeleisen nur destilliertes Wasser verwenden, normales Leitungswasser hätte zu Schäden am Bügeleisen geführt.

Heute ist es so, dass normales Leitungswasser empfohlen wird, ja sogar das Verwenden von destilliertem Wasser zu Schäden führen soll. Verdrehte Welt? Was ist der technische Hintergrund?


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ANTWORTEN (9)
15.07.2012, 14:10 Uhr
 
Sockenpuppe

Da in destilliertem Wasser nichts drin ist außer Wasser, kann ich mir nicht vorstellen, dass man damit irgendwas falsch macht!

Meine Theorie: Der Hersteller möchte vermeiden, dass sein Produkt ewig hält und rät deshalb davon ab! (Stichwort geplante Obsolenz)

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15.07.2012, 15:27 Uhr
 
ing793

destilliertes Wasser hat einen niedrigeren ph-wert als Leitungswasser (je nach Quelle zwischen 5 und 5,8). Dieses "saure" Wasser greift auf jeden Fall Edelstahl an, der nach dem Schweißen nicht passiviert wurde.

Zu vermuten wäre, dass bei Abwägung der Kosten es für den Bügeleisenhersteller günstiger ist, eine Enkalkungseinheit (die der Verwender dann regelmäßig ausspülen muss) einzubauen, als mit hochwertigem und entsprechend oberflächenbehandelten Edelstahl zu arbeiten.

Wer in so einer Station dennoch mit aqua dest. arbeitet, riskiert Lochfraß beim Edelstahl

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15.07.2012, 15:53 Uhr
 
Sockenpuppe

Wooot??? Wasser hat afaik den pH-Wert 7,0 und das sagt auch die allwissende Müllhalde!

http://de.wikipedia.org/wiki/Eigenschaften_des_Wassers

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15.07.2012, 16:15 Uhr
 
ing793

@sockenpuppe: Ich zitiere die von Dir angeführte allwissende Müllhalde:

"Chemisch reines Wasser von 22 °C hat einen theoretischen pH-Wert von 7 (die Gleichgewichtskonstante für die Dissoziation von Wasser beträgt dann genau 10−14). Dieser Wert ist als chemisch neutral definiert. Allerdings hat chemisch reines Wasser keinen Puffer und reagiert damit auf geringste Verunreinigungen mit einer deutlichen pH-Wert-Änderung. So stellt sich in zuvor chemisch reinem Wasser bei Luftzutritt infolge Lösung von CO2 sofort ein pH-Wert zwischen 4,5 und 5 ein"

Destilliertes Wasser aus dem Handel ist nich 100%ig chemisch rein und mit Luft kommt es in einem Bügeleisen selbstverständlich in Berührung (ist sogar noch saurer als oben von mir vermutet). .

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15.07.2012, 16:19 Uhr
 
Sockenpuppe

Ja habs mittlerweile auch gelesen. Dann ist die Frage ja beantwortet

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15.07.2012, 17:26 Uhr
 
antwortomat

Mit welchen finanziellen Verlusten rechnest Du, wenn Dein Bügeleisen kaputt ist?

Lohnt es sich, dafür extra dest. Wasser zu kaufen?

Ist es also nicht total egal?

Hin und wieder das Bügeleisen mit ein paar Krümeln Zitronensäure füttern und das Kalkproblem hat sich erledigt.

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15.07.2012, 17:49 Uhr
 
bh_roth

@antwortomat: Ich rechne mit keinen finaziellen Verlusten. Das ist mir sogar ziemlich wurscht. Mir ging es nur darum, dass man früher gesagt hat, nur destilliertes Wasser soll verwendet werden, und heute steht in den Bedienungsanleitungen, dass eben dieses destiliierte Wasser auf keinen Fall genommen werden soll, außer bei extrem hartem Wasser in einem Mischungsverhältnis. Mich interessiert nur der technische Hintergrund. Aber da hat ing793 schon den richtigen Ansatz gefunden, denke ich.

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15.07.2012, 18:37 Uhr
 
antwortomat

Ah, ok, also der rein technische Hintergrund.

Warum man kein Leitungswasser (Kalk und so) nimmt, ist klar.

Die Erklärung von ing793 ist soweit schlüssig, bis auf die Sache, dass der PH-Wert sich zwar stark ändert, die Menge an reaktiven Stoffen im Wasser (aggressiv und so) vernachlässigbar gering sein dürfte. Ich vermute eher, dass dest. Wasser z. B. Weichmacher aus Kunststoffteilen heraus löst. Wasser will nun mal nicht sauber sein. Vielleicht ist es auch eine Konbination aus beidem. Dann ist das Ding allerdings schlecht konstruiert.

Noch 'ne Idee: Gibt's da vielleicht ein Chemikalienreservoir gegen Klak, das vom dest. Wasser schnell "aufgefressen" wird?

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15.07.2012, 18:58 Uhr
 
bh_roth

@antwortomat: Ich habe auf einem Verkaufssender ein Bügeleisen gesehen, welches "nur" Leitungswasser braucht. Ob dieses Gerät ein Chemikalienreservoir hat, ähnlich einem Geschirrspüler, wage ich zu bezweifeln. Meine Bügelstation hat die Innereien aus Edelstahl, und eine "Schublade" die man herausnimmt und den gesammelten Kalk abspült. Das könnte auf die von ing793 beschriebene Problematik hindeuten, dass saures Wasser zu Lochfraß führt.

Bei der neuen Bügelstation steht in der Bedienungsanleitung: nur Leitungswasser verwenden (außer bei sehr hartem Wasser), und bei meiner alten Bügelstation stand da, dass nur destilliertes Wasser verwendet werden darf. Das muss etwas zu tun haben mit den Metallen die verbaut sind. Witzigerweise darf man meine neue Bügelsation nicht einmal entkalken. Hab ich aber trotzdem gemacht, weil mir nichts anderes übrig blieb. Kannst du bei meinen Fragen nachlesen.

Alles in allem denke ich, dass meine Frage beantwortet ist, und danke den Mitwirkenden.☺☺

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