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9. September 2010, 20:30 Uhr

Schaurige Kriegstrophäen bei US-Soldaten entdeckt

Ein Zahn, ein Schädel, dazu Finger- und Beinknochen – laut US-Medienberichten haben amerikanische Soldaten afghanische Zivilisten getötet und anschließend Körperteile als Trophäen mitgenommen. Fünf Soldaten sollen sich nun wegen Mordes verantworten.

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US-Kriegsverbrechen in Afghanistan? Fünf US-Soldaten müssen sich wegen Mordes verantworten© Erik de Castro/Reuters

Entsetzen in den USA. Amerikanische Soldaten sollen afghanische Zivilisten getötet und dann Körperteile als Trophäen mitgenommen haben - Finger- und Beinknochen, einen Zahn und einen Schädel. Das geht nach Medienberichten aus Anklagepapieren hervor, die das US-Militär in Seattle veröffentlichte. Danach sollen Infanteristen im Januar, Februar und Mai drei Afghanen mit Gewehren und Granaten getötet haben, ohne dass die Zivilisten für sie eine Bedrohung darstellten.

Insgesamt fünf Soldaten, so berichtete die "Seattle Times" am Donnerstag, sollen sich wegen Mordes verantworten. Im Fall eines Schuldspruchs drohe ihnen lebenslange Haft oder in einigen Fällen auch die Todesstrafe.

Die Soldaten seien in der Provinz Kandahar eingesetzt gewesen. Der Ranghöchste von ihnen habe "Fingerknochen, Beinknochen und einen Zahn von afghanischen Leichen" besessen, berichtete ein lokaler Sender.

Nach den Medienberichten enthüllte ein anderer Soldat die Verbrechen. Er meldete seinen Vorgesetzten, dass Kameraden in der Truppe Haschisch nähmen. Danach sei er geschlagen und mit dem Tod bedroht worden. Zur Einschüchterung habe man ihm auch abgeschnittene Fingerknochen gezeigt.

DPA/be
 
 
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