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14. August 2009, 08:18 Uhr

Der Lotto-Wahn geht weiter

Die Millionen-Jagd geht in die nächste Runde: Der Lotto-Jackpot in Italien ist erneut nicht geknackt worden. Im Topf befinden sich inzwischen rund 136 Millionen Euro. Bis Montag haben die Tipper, die inzwischen aus halb Europa einreisen, nun Zeit, ihren Lottoschein auszufüllen.

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Und wächst, und wächst, und wächst: Der Jackpot im italienischen "Superenalotto" liegt inzwischen bei knapp 136 Millionen Euro© Arno Burgi/DPA

Italiens Rekord-Jackpot bleibt unangetastet und wächst weiter. Auch bei der Ziehung am Donnerstag hatte keiner der Millionen Spieler die richtigen sechs Zahlen, um die stattliche Summe von 131,5 Millionen Euro zu gewinnen. In dem riesigen Lotto-Geldtopf warten damit knapp 136 Millionen Euro. Der "Superenalotto"-Jackpot ist zuletzt am 31. Januar geknackt worden. Die nächste Ziehung ist am kommenden Montag. Getippt wird in der Zahlenreihe von 1 bis 90.

Ganz Italien bleibt damit im Lotto-Wahn. Während Kritiker vor allem aus der Kirche von einer "exzessiven" und "unmoralischen" Summe sprechen, setzen die Glücksspieler die Jagd fort. Trotz minimalster Gewinnchancen versuchen sie unbeirrt weiter, mit weit mehr als 100 Millionen Kombinationen an den "Superenalotto"-Jackpot heranzukommen.

Inzwischen hat sich halb Europa mit dem Lottofieber angesteckt: Aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Kroatien und Slowenien reisten zahlreiche Glücksritter in der Hoffnung auf den Supergewinn des "Superenalotto" nach Italien. Die gute Nachricht: Selbst wenn der Gewinn abgeräumt wird, dürfte das Lottofieber anhalten, denn in der Folgewoche kämen immerhin noch 44 Millionen Euro in den Topf.

Seit Anfang August haben die Italiener laut einem Bericht der Zeitung "Corriere della Sera" bereits rund 280 Millionen Euro für das "Superenalotto" ausgegeben. Wer sich auf jeden Fall freut, ist der italienische Fiskus, der beim Lotto-Boom gut mitverdient. Auch einige italienische Kommunen suchen ihr finanzielles Heil im Lottospielen. Die norditalienische 1900-Seelen-Gemeinde Cesenelli etwa hofft, mit einem Gewinn ein eigenes Theater bauen zu können. "Wir haben unser Alter, unsere Geburtsdaten gespielt", sagte Bürgermeister Marco Trombini. "Das Glück kennt keine Logik."

Im Moment ist Italiens Glücksspieltopf jedoch eindeutig nicht der prallste weltweit: In der amerikanischen Lotterie Powerball, die in 30 US-Bundesstaaten gespielt wird, geht es jetzt um nahezu 150 Millionen Euro, wie italienische Medien berichteten.

DPA/AP
 
 
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