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In Österreich und der Schweiz ist die Ankündigung von Springer-Presse und "Spiegel", zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, auf harsche Kritik gestoßen. Auch in Deutschland geht der Streit weiter.
Die Rechtschreibreform kann doch nicht bundesweit in Kraft treten: Zwei Wochen vor dem geplanten Start kündigten Bayern und NRW an, die neuen Regeln noch nicht einzuführen.
Die erneute Debatte um die Rechtschreibreform ist ein Sommerloch-Thema. Auch für den stern: Bei uns bleibt - aus gutem Grund - alles beim Neuen.
Die 1996 beschlossene Rechtschreibreform sollte die gröbsten Missstände der alten Schreibregeln beseitigen. Doch fünf Jahre danach herrscht weiterhin ein heilloses Durcheinander. Inzwischen schreibt jeder, wie er will.
Sinnentstellende Silbentrennungen, kommalose Satzungetüme - viele neue Rechtschreibregeln erschweren das Leseverständnis, statt es zu erleichtern. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat nun Vorschläge zur Nachbesserung vorgelegt.
Die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform treten nach dem Beschluss der Kultusminister zum 1. August in Kraft. In Streitfällen hingegen, soll weiterhin "Toleranz geübt" werden.
Es war lediglich ein kurzes Aufflackern in der lange schwelenden Debatte um die neue Rechtschreibreform: Die CDU hatte bei der Ministerkonferenz einen Aufschub der neuen Regelungen geforderte - und war gescheitert.
Eigentlich sollten die neuen Rechtschreibregeln zum 1. August deutschlandweit verbindlich eingeführt werden. Doch Bayern und NRW sind ausgeschert - und verursachen damit ein Schulchaos sondergleichen.
Während Politiker, Verlage und Schulen um die Rechtschreibreform streiten, plant die Kultusministerkonferenz die Gründung eines "Rates für deutsche Rechtschreibung". Er soll die deutsche Sprache weiterentwickeln.
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