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Vor exakt 50 Jahren sagte der damalige DDR-Regierungschef Walter Ulbricht einen Satz für die Ewigkeit: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Er entpuppte sich als Lüge - wie so viele andere DDR-Phrasen, Losungen und Ankündigungen.
Das Dokument, das die Birthler-Behörde veröffentlicht hat, befiehlt die Tötung von DDR-Flüchtlingen - schwarz auf weiß. Aber von Dokumenten lässt sich der Ex-DDR-Chef Egon Krenz offenkundig nicht beeindrucken.
Der stern sprach 1989 mit den Grenzsoldaten, die die letzten Todesschüsse an der Berliner Mauer auf Chris Gueffroy abgegeben hatten - und dafür noch ausgezeichnet wurden. Hier können Sie den Text nachlesen.
Nun hat es jeder deutsche Soldat in Afghanistan schriftlich: Er darf ab sofort sogar vorbeugend schießen, um das Mandat der Bundeswehr durchzusetzen. Die überraschend schnell überarbeiteten Einsatzregeln kommen passend zu einer Groß-Offensive gegen die Taliban, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist.
Beim "Wildschwein-Massaker von Rüsselsheim" am vergangenen Wochenende dauerte es Stunden, bis die Polizei die letzte Sau zur Strecke bringen konnte. Schlechte Ausrüstung und mangelnde Jagd-Kompetenz machen die Hatz auf Wildschweine, die immer häufiger in Städte eindringen, für Ordnungshüter zum gefährlichen Einsatz.
Peinlich für die Birthler-Behörde: Der als Sensationsfund gepriesene Stasi-Schießbefehl ist fast wortgleich in einem anderen Dokument nachzulesen - das schon längst gerahmt und für jederman sichtbar im Museum hängt.
Wenige Tage nach der Wiederentdeckung eines Schießbefehls für DDR-Grenzsoldaten ist ein nahezu gleiches Dokument in Chemnitz entdeckt worden. Adressat der Aufforderung ist eine Spezialeinheit, die Ende der 1960er Jahre gegründet wurde.
Klaus Schroeder, Chef des Berliner Forschungsverbundes SED-Staat, hat die Birthler-Behörde scharf kritisiert. Der Fund des Schießbefehl-Dokuments sei keine Sensation, die Behörde betreibe nur PR und solle aufgelöst werden.
Das Schießbefehl-Dokuments der DDR-Grenztruppen hat eine Debatte angefacht. Die Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde, Birthler, wertete es als Beleg, dass dieser Teil der Geschichte noch nicht aufgearbeitet sei. Allerdings wurden Teile des Dokuments bereits vor zehn Jahren veröffentlicht. Nun steht Birthler unter dem Vorwurf der Aufmerksamkeitshascherei.
Nach dem Fund eines Schießbefehls gegen DDR-Flüchtlinge hat der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ein Ermittlungsverfahren gefordert. Der aufgefundene Stasi-Befehl sei "eine Lizenz zum Töten", sagte der Historiker Hubertus Knabe.
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