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DDR-Grenzsoldaten: Weiterer Schießbefehl entdeckt

Wenige Tage nach der Wiederentdeckung eines Schießbefehls für DDR-Grenzsoldaten ist ein nahezu gleiches Dokument in Chemnitz entdeckt worden. Adressat der Aufforderung ist eine Spezialeinheit, die Ende der 1960er Jahre gegründet wurde.

Ein weiterer Schießbefehl der DDR-Staatssicherheit ist in der Chemnitzer Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde aufgetaucht. Dabei handele es sich um einen Auftrag an ein Mitglied der Spezialeinheit "Einsatzkompanie" des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), teilte die Behörde mit. Die Einheit war 1968 gebildet worden und sollte die Fahnenflucht von Soldaten verhindern. Seit Sonntag sorgt ein ähnlicher Schießbefehl aus der Stasi-Außenstelle Magdeburg für Wirbel.

Der Kompanie gehörten zunächst 30 Mitarbeiter an, später durchschnittlich 50 bis 70, die zum Teil konspirativ in Truppenteile der Nationalen Volksarmee (NVA) eingeschleust worden seien, heißt es in der Mitteilung.

Im Unterschied zu dem in Magdeburg entdeckten inhaltsgleichen Dokument enthalte die Akte aus Chemnitz auch die Unterschrift des Kompaniechefs, der den Auftrag unmittelbar verantwortete, teilte die Behörde weiter mit. Darin wurde den Mitarbeitern der Spezialeinheit befohlen, Fluchtversuche von Grenzsoldaten oder anderen Personen auch mit Waffengewalt zu vereiteln.

DPA / DPA