Ukrainekrieg
Putin schwärmt erneut von Gerhard Schröder als EU-Unterhändler

Wladimir Putin und Gerhard Schröder
Wladimir Putin und Gerhard Schröder sind schon lange befreundet
© Alexei Druzhinin / POOL SPUTNIK KREMLIN / AP / DPA

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Wladimir Putin bringt erneut Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Unterhändler für die EU im Ukrainekrieg ins Spiel. Dass er mit Schröder befreundet ist, sei kein Minuspunkt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag zur Benennung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Unterhändler im Ukraine-Krieg verteidigt. „Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann“, sagte er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. „Was ist daran schlecht?“, fragte er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.

Wladimir Putin will EU-Unterhändler, der nicht durch „scharfe Töne“ gegenüber Russland aufgefallen ist

Putin betonte dabei, dass Russland der EU nicht vorschreibe, wen sie zum Unterhändler für eventuelle Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine ernenne. Doch für ergiebige Verhandlungen sei ein Partner nötig, der nicht mit scharfen Tönen gegenüber Russland aufgefallen sei, meinte er. Der EU warf er zugleich vor, den Dialog mit Moskau zu verweigern.

Schon am 9. Mai, dem Tag, an dem Russland den Jahrestag seines Sieges im Zweiten Weltkrieg über Hitler-Deutschland begeht, hatte Putin die Kandidatur Schröders bei möglichen Ukraine-Verhandlungen ins Spiel gebracht. Dieser wäre als EU-Gesandter ein annehmbarer Gesprächspartner für Moskau, hatte er gesagt. In Brüssel stieß dieser Vorschlag vornehmlich auf Ablehnung.

DPA
pgo

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