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2. August 2010, 19:33 Uhr

Murdoch muss nachpumpen

Das Bezahlfernsehen in Deutschland wird langsam ein Fass ohne Boden für Rupert Murdoch. Er muss erneut Geld in den Sender Sky Deutschland, einst Premiere, pumpen. Und Gewinne sind auch im kommenden Jahr nicht in Sicht.

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Braucht Geduld mit Sky Deutschland - und viel Geld: Rupert Murdoch© AP/Nati Harnik

Medienmilliardär Rupert Murdoch muss frisches Kapital in den tief in der Krise steckenden Bezahlsender Sky Deutschland pumpen. Wie das Unternehmen am Montagabend überraschend mitteilte, sollen mit einer Kapitalerhöhung und einer Wandelanleihe mindestens 340 Millionen Euro in die Kassen der Münchner kommen. Zugleich verabschiedete sich der neue Konzernchef Brian Sullivan vom ehrgeizigen Ziel, im kommenden Jahr profitabel zu werden. Die Zahlen bleiben 2010 und auch 2011 rot.

Die Kapitalerhöhung wird vom Großaktionär Newscorp über eine Tochtergesellschaft abgesichert. Newscorp ist der Konzern von Murdoch. Das Engagement sei ein deutliches Bekenntnis zu dem Sender, sagte Sullivan. Es ist die siebte Kapitalerhöhung für den früher unter dem Namen Premiere sendenden Abo-Kanal, der seit seiner Gründung nie wirklich auf die Beine gekommen ist. Auch die Liveübertragungen der Fußball-Bundesliga locken nicht genügend Abonnenten an, um das Unternehmen profitabel zu machen. Ursprünglich hatte Sullivan dies für das kommenden Jahr angepeilt.

Im zweiten Quartal blieb der Sender in den roten Zahlen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei minus 47,4 Millionen Euro, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 16 Millionen besser ausfiel. Kaum voran kam der Sender bei den Abo-Zahlen. Um Kündigungen bereinigt erhöhte sich die Zahl der Abonnenten um nur 6000 auf 2,47 Millionen und liegt damit weiter deutlich unter den Erwartungen. Um das ursprüngliche Ziel, bis 2011 profitabel zu werden, zu erreichen, müsste Sky zwischen 2,8 Millionen und 3 Millionen Kunden haben. Dafür hätte es rund 80.000 neue Abos pro Quartal verkaufen müssen.

DPA
 
 
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