Ostervilm vor Rügen
Käufer von DDR-Insel: „Wir kaufen eine zweite Insel in der Nordsee“

Oliver Pesendorfer hat die Insel Ostervilm vor Rügen gekauft
Oliver Pesendorfer hat die Insel Ostervilm vor Rügen gekauft
© Philip Dulian / Picture Alliance

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Die künstliche Mini-Insel Ostervilm vor Rügen wurde für 60.000 Euro verkauft. Dabei war der neue Besitzer noch nie auf dem Eiland. Hier erzählt er, was er vorhat.

Wann ist Ihnen die Insel Ostervilm aufgefallen, Herr Pesendorfer?
Vor gar nicht so langer Zeit. Wir haben in einer deutsch-österreichischen Zeitung gesehen, dass diese Insel verkauft wird. Das hat uns dann zunehmend interessiert, weil wir gerade auch noch eine zweite Insel in der Nordsee kaufen. Dann haben wir gesagt: Die wäre doch auch was. Wir haben sie uns näher angeschaut und Ideen dafür entwickelt, was man machen kann. Dann haben wir uns entschieden: Wir revitalisieren sie und sind zur Auktion gekommen.

Sie haben 60.000 Euro für Ostervilm bezahlt. Womit hatten Sie gerechnet?
Zu Beginn hatten wir ein sehr kleines Budget. Aber das ist dann, als wir uns die Insel näher betrachtet haben, ein bisschen gewachsen. Wie viel man wirklich ausgeben wollte, möchte ich nicht sagen.

Wie sehen Ihre Pläne für die Insel aus?
Im Brainstorming haben wir gesagt: Was kann man da machen? Die Insel ist ja sehr klein. Zum Schluss kamen wir darauf, eine Hochzeits- oder Eventinsel aus Ostervilm zu machen. Aber es gibt auch noch andere Ideen.

Wann geht es mit der „Renovierung“ los?
Ich war noch nicht auf der Insel, aber wir werden in den nächsten 14 Tagen hinfahren, mit dem jetzigen beziehungsweise ehemaligen Besitzern. Dann schauen wir uns die Insel erst einmal an. Dann sehen wir weiter. Es liegt natürlich auch ein bisschen an den Behörden und daran, was wir dort machen können.

Was glauben Sie, müssen Sie da reinstecken? Die Insel ist ja sehr marode.
Das kann man so nicht sagen. Wir wissen ja noch nicht genau, wie der Zustand ist.

Hatten Sie am Tag der Auktion auch mit dem Vorbesitzer Gerhard Benz Kontakt?
Ja, tatsächlich. Das war ein sehr nettes, konstruktives Gespräch. Er hat mir auch gestern noch etwas geschickt und angeboten, bei der Besichtigung dabei zu sein, sogar mit seinem Boot. Er will sogar beim Fitmachen mithelfen, weil er natürlich die beste Expertise hat, was man machen kann und wie man es machen kann.

Ihm gehörte die Insel ein Vierteljahrhundert. Er hatte den Traum, dort einen Heilungsort zu schaffen, was er aber aus finanziellen Gründen nicht realisieren konnte. Sie haben jetzt einen wirtschaftlichen Plan. Lässt sich das zusammenbringen?
Natürlich. Wir sind da offen. Gestern war auch noch ein zweiter Anbieter dabei, der nicht mehr weiter geboten hat, aber gute Ideen hatte, die nicht nur in eine wirtschaftliche Richtung gingen. Wir denken schon auch darüber nach, Synergien zu finden und gemeinsam vielleicht etwas zu retten.

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