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30. März 2011, 11:18 Uhr

Großkonzerne sollen sich endlich bewegen

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen klingt bestimmt, wenn es um die Frauenquote in Führungspositionen geht. Die Dax-Konzerne müssten endlich mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten zulassen. Das anstehende Treffen mit Personalchefs der Top-Unternehmen verspricht, lebendig zu werden.

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Frauen in Führungspositionen, die für mehr Frauen in Führungspositionen eintreten (v.l.): Kanzlerin Merkel, Ministerinnen von der Leyen und Schröder© Fabrizio Bensch/Reuters

Vor einem Treffen mit den Personalchefs der 30 Dax-Konzerne hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ihre Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote bekräftigt. Zehn Jahre Selbstverpflichtung der Wirtschaft hätten nichts gebracht, sagte die CDU-Politikerin am Mittwochmorgen in der ARD. "Die Quote, dass ein Drittel der Frauen bis 2018 oder 2020 in den Vorständen und vor allem in den Aufsichtsräten sind, ist ein Ziel."

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sprach sich dafür aus, den Unternehmen noch etwas Zeit zu geben, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Wenn die Unternehmen es bis 2013 nicht geschafft hätten, den Frauenanteil wesentlich zu steigern, solle es eine "gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtung" geben, sagte Schröder im Hessischen Rundfunk.

Mittelstand hat es vorgemacht

Von der Leyen betonte, der Mittelstand habe sich an die Selbstverpflichtung gehalten. Dort seien mittlerweile 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. "Jetzt ist die Stunde der Wahrheit für die Großkonzerne und die Großunternehmen zu erklären, warum bei ihnen in 97 Prozent der Fälle die Frauen ausgeschlossen sind."

Von der Leyen trat dem Eindruck entgegen, die Regierung sei uneins in der Frage einer Frauenquote. Auch Familienministerin Schröder wolle eine gesetzliche Regelung. "Ich bin mir mit Frau Schröder völlig einig, dass wir ein Gesetz brauchen, das den Weg klarstellt, das das Ziel klarstellt und das zum ersten Mal klarstellt, was passiert eigentlich, wenn wieder nichts passiert, wenn es wieder leere Versprechungen sind", sagte sie.

Diskussion mit Vertretern der Dax-Konzerne

Über die Einführung einer Frauenquote wollen die zuständigen Minister an diesem Mittwoch in Berlin mit den Personalchefs der 30 Dax-Unternehmen beraten. Eingeladen hat Familienministerin Schröder (CDU), dabei sind Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und von der Leyen. Die Arbeitgeber lehnen eine Frauenquote für Chefetagen vehement ab. "Das richtige Ziel von mehr Frauen in Führungsetagen lässt sich nicht gesetzlich erzwingen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände , Reinhard Göhner, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

dho/Reuters
 
 
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