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Familienplanung "Aber das reicht jetzt auch, oder?": Zehn Sätze, die Eltern von drei Kindern nicht mehr hören können

Eine fünfköpfige Familie lächelt in die Kamera
Mit drei Kindern kann es ganz schon stressig werden – aber ist es das mit zwei Kindern nicht auch?
© filadendron / Getty Images
Mit zwei Kindern ist Genervtheit ausdrücklich erlaubt. Ab dem dritten Kind hat man sich das Chaos selbst eingebrockt. Den Eindruck bekommen zumindest Eltern, wenn sie sich die Kommentare von anderen anhören müssen ...
Von Marie Stadler

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

"Ich habe drei Kinder" – Wer diesen Satz für wenig beachtlich hält, hat ihn definitiv noch nie gesagt. Denn mit dem dritten Kind ändert sich so einiges. Nicht zuhause! Zuhause ist alles gut. Denn der Schritt vom ersten Kind zu Kind Nummer zwei ist einschneidender als die Geburt des dritten Kindes. Das "sich zerreißen" kennen alle, die Geschwister großziehen.

Aber die Außenwirkung ändert sich erst mit Kind Nummer drei. Das hätte man nämlich gewollt, obwohl es nicht "nötig" war. Vor allem, wenn schon je ein Junge und ein Mädchen geboren wurde. Dann versteht die Welt nicht so recht, warum ein drittes "sein musste". Noch nie so einen Schmarrn gehört? Ich auch nicht. Bis ich zum dritten Mal schwanger war. 

Die Top-Sätze, die alle Mütter kennen, die drei (oder mehr) Kinder haben:

1. Drei? Dann ist ja immer einer alleine!

Als würden zwei Kinder immer wie Pech und Schwefel zusammensitzen und sich gerecht das Lego untereinander aufteilen. Wer das erreicht hat, kann sich gerne mit entsprechenden Erziehungstipps bei mir melden.

2. Aber du hast doch nur zwei Arme!

Richtig, ich bin ja auch kein Oktopus. Vielleicht habe ich auch einfach nicht das Gefühl, dass jedes Kind permanent meine Arme bräuchte. 

3. Ich könnte das nicht!

Natürlich könnte die Person es, vermutlich will sie das aber nicht. Und das verstehe ich. Aber ich kann, weil ich will.

4. Ich bewundere euch!

Ich bewundere andere auch. Ich bewundere jeden für irgendetwas. 

5. Und was macht ihr, wenn alle studieren wollen?

So weit lassen wir es nicht kommen! Wir haben ja wohl kaum die Zeit, mit jedem Kind Mathe zu lernen! Möglicherweise vertrauen wir aber auch darauf, dass jetzt nicht alle ein sechsjähriges Privatstudium in Boston anstreben.  

Cristina Ozturk ist 14-fache Mutter und möchte über 100 Kinder

6. Habt ihr denn für jedes Kind ein Zimmer?

Ups. Haben verpasst, dass das Recht auf ein eigenes Zimmer im Grundgesetz steht ... 

7. Ihr habt es nicht anders gewollt... 

Ab drei Kindern wird einem das Recht entzogen, auch mal ein bisschen genervt und angestrengt zu sein von den Kids. Wir haben es schließlich nicht anders gewollt.

8. War das geplant?

Ob das bezaubernde Kind an meiner Hand ein Unfall war, den ich mein ganzes Leben lang bereuen werde? Immer wieder schön diese Frage. 

9. Aber das reicht jetzt auch, oder?

Ah hier möchte sich jemand in unsere Familienplanung einmischen. Cool! Sobald wir über Nummer vier nachdenken, werden wir anrufen, um die Meinung zu erfragen. 

10. Das muss sehr anstrengend sein!

Ganz ehrlich? Nicht anstrengender als das Leben mit zwei Kindern. Selbst Studien besagen, dass Mütter mit drei Kindern die entspanntesten sind. Noch Fragen?


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