HOME

Schlaues Mädchen: Sechsjährige kauft mit Mamas Fingerabdruck bei Amazon ein

Auf die Idee muss man erst einmal kommen: Die sechsjährige Ashlynd "klaute" den Fingerabdruck ihrer schlafenden Mutter – und ging dann auf Amazon shoppen.

Smartphones lassen sich mit dem Fingerabdruck ihrer Besitzer entsperren.

Smartphones lassen sich mit dem Fingerabdruck ihrer Besitzer entsperren.

Zuerst glaubte Bethany Johnson Howell, ihr Amazon-Zugang sei gehackt worden. Denn plötzlich waren dort Ausgaben in Höhe von 250 Dollar aufgetaucht – und dann auch noch für Pokemon-Spielzeug. Welcher Hacker macht so etwas? Erst als die Artikel auch tatsächlich an ihre Adresse in Arkansas geliefert wurden, dämmerte es der Mutter. Der Pokemon-begeisterte Übeltäter war ihre Tochter.

"Ja Mama, ich habe eingekauft", gestand die sechsjährige Ashlynd dann auch ganz freimütig, als Bethany und ihr Mann sie zur Rede stellten. Auf die Idee war das Mädchen gekommen, während sie und ihre Mutter gemeinsam einen Film geschaut hatten. Dabei schlief die Mama ein – die clevere Ashlynd nutzte ihre Chance. Mit dem Fingerabdruck der nichtsahnenden, schlafenden Mutter entsperrte sie deren Smartphone, loggte sich bei Amazon ein und begann ihre Shoppingtour.

Eine besondere Vorliebe hat Ashlynd offenbar für Pokemon-Plüschtiere und -Figuren. Mit der Beute ließ sie sich vor dem Weihnachtsbaum der Familie fotografieren. "Sie ist wirklich stolz auf sich", erzählt ihre Mutter.


Amazon nimmt nur vier Artikel zurück

Der britischen Tageszeitung Daily Mail sagte Bethany Johnson Howell, dass ihre Tochter das Smartphone öfter benutzen dürfe, um sich beispielsweise Filme auf Netflix oder Youtube anzuschauen. Daher kannte die Kleine den Entsperrmechanismus. Für die Zahlungs- und Lieferinformationen nutzte Ashlynd einfach die "Auto-Fill"-Funktion, bei der die Einstellungen im Account von vorherigen Bestellungen gespeichert sind.

Insgesamt 13 Weihnachtsgeschenke gönnte sich Ashlynd damit selbst. Und wurde für ihre Schlauheit – oder nennen wir es Dreistigkeit? – sogar belohnt. Zwar erlaubte Amazon den überrumpelten Eltern, vier der Artikel wieder zurückzugeben. Die übrigen neun aber darf die kleine Ashlynd behalten. So richtig böse kann man ihr ohnehin nicht sein.


epp
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity