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Zurück in den Job: Wenn das Mutterherz die Karriere boykottiert

Viele Frauen stehen sich bei ihrer Karriere selbst im Weg, wenn sie Mütter geworden sind. Die Familie geht vor, das Berufsziel klingt weit weg, Teilzeit hat Priorität. Doch das muss nicht so sein.

Von Katrin Seifarth

Karriere machen und eine gute Mutter sein? Wie soll das denn gehen?

Karriere machen und eine gute Mutter sein? Wie soll das denn gehen?

Frauen, die eigentlich Karriere machen wollen, sagen wenn sie Kinder haben plötzlich Sätze wie "Ambitionierte Ziele setze ich mir, wenn meine Kinder aus dem Gröbsten raus sind", "Ziele setzen erzeugt so viel Druck, ich lasse die Dinge lieber auf mich zukommen", "Ein hohes Karriereziel ist als Mutter ohnehin nicht realistisch". Mit dieser Einstellung dürfen sie sich nicht wundern, wenn es beruflich nicht vorangeht. Warum fällt es Müttern so schwer, Karriereziele zu definieren?

1. Großes Harmoniebestreben

Vor einer konkreten Vision füs Berufsleben steht der Wunsch nach einem entspannten Familien- und Eheleben. Daher formulieren Mütter berufliche Ziele klein oder gar nicht, aus Angst, sie nicht zu erreichen. Sie setzen sich meist nicht das Ziel, einen anspruchsvollen Job zu bekommen, sondern wollen "einfach nur wieder reinkommen", "ein bisschen dazuverdienen" oder "etwas machen, was man gut in Teilzeit machen kann". Um Karriere zu machen, müssen Sie gedanklich aber Alles-ist-möglich-Szenarien durchspielen. Definieren Sie, was Sie wirklich erreichen möchten, egal ob angestellt oder selbstständig. Blenden Sie Hindernisse und Einschränkungen aus. So können Sie "größer" denken und Möglichkeiten finden, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

2. Das Verzetteln fürs Gemeinwohl

Mütter neigen dazu Dinge zu tun, die gut für die Allgemeinheit sind: Sie backen den Kuchen fürs Schulfest, übernehmen das Zusatzprojekt im Büro, leisten Nachbarschaftshilfe. Sie sind extrem pflichtbewusst und das schlechte Gewissen gegenüber dem Partner, den Kindern, der Arbeit ist ihr ständiger Begleiter. Sie übernehmen viele Dinge, die nicht zwangsläufig auf ein konkretes großes Ziel einzahlen. Und weil sie solche Prioritäten setzen, bleibt das große Ziel Karriere auf der Strecke. Doch wie kann ich als berufstätige Mutter aus dieser Spirale aussteigen? Ein kleiner Trick: Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier und schreiben Sie die vier Dinge auf, die Sie unbedingt erreichen möchten, wenn alle anderen Aufgaben nicht wären. Dieser "Tunnelblick" hilft zu fokussieren und für die vier wesentlichen Dinge Zeit im Alltag freizuschaufeln.

3. Das Formulieren des Ziels

In der Regel klingen Unternehmensziele so ambitioniert, dass sie Druck auf die Mitarbeiter ausüben. Das übernehmen wir intuitiv: Wenn wir die nächste Beförderungsstufe anstreben, stellen wir uns zum Beispiel vor, bis zum 31.12. Abteilungsleiterin zu sein. Aber was löst so eine Formulierung aus? "Abteilungsleiterin" klingt nach einer großen Aufgabe und "bis zum 31.12." erzeugt auch noch Zeitdruck. Oder etwa eine ambitionierte Formulierung wie "Ich muss bis zum Ende des Quartals ein Umsatzplus von 10 Prozent erreicht haben." Da bricht doch gleich Panik aus: "Wie soll das denn gehen? Das ist doch utopisch!" Tagelang kreisen unsere Gedanken um die Unmöglichkeit, dieses Ziel zu erreichen und werden somit zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

So formulierte Ziele machen nur wenig Lust, sie überhaupt anzugehen. Je mehr es gelingt, Ziele motivierend und positiv zu formulieren, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich überhaupt auf den Weg macht und am Ende das Ziel erreicht. Wie wäre es mit: "Ich bringe mich bis zum 30.6. an mindestens drei strategisch wichtigen Punkten als potenzielle Abteilungsleiterin ins Gespräch" oder mit "Ich definiere bis zum Ende des Monats meine strategisch größten Kunden und habe drei davon mit einem konkreten Angebot kontaktiert, zu dem sie nicht nein sagen können". Realistische, motivierend ausgedrückte Schritte sind der Weg zum großen Ziel.

4. Gefühlte Unentbehrlichkeit

Viele Mütter stolpern auch über den eigenen Perfektionismus. Wenn sie beruflich nicht recht vorankommen, verlieren sie das eigentliche Ziel aus den Augen. Ein typischer Fall: Eine Mutter hat wieder eine Führungsaufgabe übernommen und am Tag eines wichtigen Meetings wird das Kind krank. Der Mann ist auf Geschäftsreise. Das Mutterherz lässt den Job zweitrangig werden. Leider kommt das meist am Arbeitsplatz nicht gut an. Das berufliche Ziel wird damit boykottiert. Hier helfen alternative Lösungsszenarien wie ein fest definierter Notfallplan mit liebevollen Betreuungspersonen für Tage, an denen die Mutter am Arbeitsplatz präsent sein MUSS.

Die Stolpersteine für eine erfolgreiche Karriere legen sich Mütter meist selbst in den Weg. Doch es gibt einfache Tricks, diese Verhaltensmuster zu durchbrechen und durchzustarten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.