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LIEBE: Kontaktbörse Arbeitsplatz

Franz Beckenbauer hat ein Kind mit seiner Sekretärin. Was der Kaiser kann, können andere schon lange: Das Büro ist die Kontaktbörse Nummer Eins, wenn es um Beziehungen geht.

Jede fünfte Frau zwischen 20 und 35 Jahren hatte laut einer Umfrage bereits eine Beziehung im Büro. Mehr als ein Drittel aller Ehen (35 Prozent) werden am Arbeitsplatz geknüpft. Das ergab eine Erhebung des Gewis-Instituts unter 1.054 Frauen.

Steigerung der Motivation

Für die Berliner Kommunikationstrainerin Meike Müller ist das Ergebnis nicht überraschend: »Wo sonst kann man jemanden so gut kennen lernen wie im Alltag?« Mit niemandem verbringe man so viel Zeit wie mit den Kollegen. Aus diesem Zusammengehörigkeitsgefühl könne leicht mehr werden. Liebe am Arbeitsplatz steigere zudem die Motivation und die Kreativität. Auch die amerikanische Sexualforscherin Shere Hite ruft zu mehr Liebe im Büro auf: »Das steigert die Leistung!«

Diskretion ist Ehrensache

Damit die neue Büroliebe nicht zur verhängnisvollen Affäre wird, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Besonders am Anfang gilt es, unbedingt Diskretion zu wahren. Wenn man sich der Beziehung sicher ist, sollten die Kollegen aber eingeweiht werden, denn 80 Prozent aller Firmenpaare werden früher oder später entlarvt.

Sex im Büro tabu

Tabu sind Küsse und Sex im Büro. Beziehungsknatsch sollte nicht vor den Kollegen ausgetragen werden. Einblicke in neue Bereiche, die infolge der Beziehung möglich sind, sollten nicht ausgenutzt werden. Als unschicklich gilt auch, ständig die Vorzüge und Eigenheiten der neuen Liebe vor Kollegen breitzutreten. Außerdem sollten vom Partner keine wichtigen Interna erwartet werden: »Firmengeheimnisse bleiben auch in Beziehungen bestehen.«