Maasai in Kenia Von ihrem Land vertrieben, als Attraktion missbraucht: Wie Touristen die Unterdrückung der Maasai unterstützen

Morijo Mungai
Morino Mungai, 52, gehört dem Volksstamm der Maasai an und wurde aufgrund der Zusammenstöße zwischen den Samburus und den weißen Ranchern aus seinem Haus in Nadumoro in Kenia vertrieben
© Rasha Al Jundi
Die Maasai leiden bis heute unter dem Landraub, der zu Kolonialzeiten begann. Gleichzeitig nutzt die Regierung ihr Image, um Touristen die "afrikanische Wildnis" zu zeigen. Fotografin Rasha Al Jundi begleitete Maasai über mehrere Monate und dokumentierte ihr Leben und ihren Kampf.

Kenia, 2021. Die kenianischen Nachrichten berichten erneut von Auseinandersetzungen zwischen dem Volksstamm Samburu und weißen Ranchern. Für die palästinensische Fotografin Rasha Al Jundi gibt das den Ausschlag nach Laikipia County, ein Gebiet im Zentrum Kenias, zu reisen. Im Gepäck: ihre Kamera. Dort lernt sie Mungai kennen, der Hausmeister ihrer Unterkunft. Er gehört zu den Maasai, ein Volksstamm, der in Kenia und Tansania beheimatet ist. Mungai öffnet Al Jundi die Türen zu den Menschen, die sie in den kommenden Monaten fotografieren wird. Mit dem Fotoprojekt "Red Soil - Rote Erde" dokumentiert Al Jundi in beeindruckenden Bildern das Leben der Maasai – und die dunkle Geschichte des Kolonialismus. 

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