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Peter Beard: Ein Traum von Afrika

Er begann als Tier- und Modefotograf in Kenia und wurde zum gefeierten Fotokünstler. Nun zeigt die Galerie Camera Work in Berlin ausgewählte Fotografien von Peter Beard.

Peter Beard ist Fotograf, Abenteurer, Gentleman, Künstler, Weltreisender und Entdecker. Er stammt aus einer der einflussreichsten Familien Amerikas. Sein Urgroßvater J. J. Hill war Gründer der im 19. Jahrhundert etablierten amerikanischen Great Northern Railroad Company. Pierre Lorillard, der Großvater Peter Beards, gründete die Firma Tuxedo und erfand den gleichnamigen Abendanzug der feinen Gesellschaft, der hier zu Lande besser als Smoking bekannt ist.

Schon als Kind schrieb der am 22. Januar 1938 in New York Geborene Tagebücher, um seine Erinnerungen lebendig zu halten. Im Alter von zwölf Jahren klebte er seine ersten eigenen Fotos hinzu. 1957 schrieb sich Peter Beard dem Wunsch seiner Eltern folgend an der Elite-Universität Yale als Medizinstudent ein, doch er widmete sich schon bald dem Studium der Kunstgeschichte.

Afrika-Begeisterung in jungen Jahren

Das Thema Afrika, das später auch Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens wurde, hatte für Beard schon immer etwas Anziehendes. Afrika begeisterte Peter Beard, seit er als Zehnjähriger den Roman "Out of Africa" von Karen ("Tanja") Blixen regelrecht verschlungen hatte. Mitte der 50er Jahre besuchte er erstmals den schwarzen Kontinent, und lernt dort später auch die von ihm verehrte Autorin Blixen kennen.

1961 lässt er sich auf der "Hog Ranch" bei Nairobi nieder und hat das zentrale Thema seines Lebens gefunden: Die Zerstörung der letzten Tierparadiese durch den Menschen. 1965 veröffentlicht er sein erstes Buch "The End of the Game", ein erschütterndes Dokument der Geschichte des Wildlife in Afrika, im Mittelpunkt das Elefantensterben.

Das war auch Thema seiner ersten Ausstellung 1979 im International Center of Photography. Später folgen unter Anderem die Bücher "Eyelids of Morning" (1973) und "Longing for darkness" (1975). Darüber hinaus erscheint demnächst im Taschen Verlag eine limitierte Art- und Collector's Edition. Peter Beard machte nicht einfach nur Fotos. Er versah seine Aufnahmen von Krokodilen, Leoparden und Elefanten mit vielen kleinen Zeichnungen, Geschichten, Zeitungsmeldungen und Tierblut und verlieh ihnen dadurch eine starke Ausdruckskraft.

Bis 18. November 2006 zeigt die Galerie Camera Work in Berlin ausgewählte Fotografien von Peter Beard.

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