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Sony World Photography Awards 2015: Die Welt zwischen Groteske und Elend

Ukraine-Krise, Ebola-Epidemie oder heimische Pornodrehs - das Themenspektrum der Gewinner des größten Fotowettbewerbs der Welt könnte kaum größer sein. 170.000 Motive standen der Jury zur Auswahl.

Zum achten Mal wurden am Donnerstagabend in London die Sony World Photography Awards verliehen. Bei dem größten Fotowettbewerb der Welt werden die besten zeitgenössischen Fotos aus einem breiten Spektrum von Genres ausgezeichnet. Der Wettbewerb hat in der Welt der Fotografie eine maßgebliche Stimme und zieht sowohl neue Talente als auch etablierte Fotografen an.

183.737 Einsendungen aus 171 Ländern gab es in diesem Jahr. Das sind mehr Bilder als je zuvor. Der amerikanische Fotograf John Moore erhielt die höchste Auszeichnung, den "L’Iris d’Or". Gleich drei deutsche Fotografen haben es ebenfalls aufs Siegertreppchen geschafft: Armin Appel ist neuer "Open Photographer of the Year" und damit Gewinner des Offenen Wettbewerbs für Amateur Fotografen, Bernhard Lang gewann in der Profi-Kategorie "Reise" und Peter Franck wurde Zweiter in der Profi-Kategorie "Stillleben".

In unserer Fotostrecke sehen Sie eine Auswahl der Gewinner der Sony World Photography Awards.

"Ebola Crisis Overwhelms Liberian Capital" von John Moore aus den USA Bis die Welt im vergangenen Jahr das Ausmaß der Ebola-Epidemie in Westafrika begriff, war viel wertvolle Zeit verloren. Die Fotoserie von John Moore "Ebola Crisis Overwhelms Liberian Capital" dokumentierte schonungslos und eindringlich die menschliche Tragödie. Schon früh hatte er das ganze Ausmaß der Epidemie in der liberianischen Hauptstadt Monrovia, dem Epizentrum der tödlichen Seuche erkannt und festgehalten. Für seine Bilder wurde John Moore nun zum Gewinner des "L’Iris d’Or" gekürt und mit dem Titel "Professional Photographer of the Year 2015" ausgezeichnet.

"Ebola Crisis Overwhelms Liberian Capital" von John Moore aus den USA Die Ebola-Epidemie ist bis heute nicht unter Kontrolle. Offiziell gab es mehr als 10.000 Tote. "John Moores Bilder dieser Krise zeigen die ganze Brutalität, mit der dieser unsichtbare Feind die Menschen aus ihrem täglichen Leben reißt", so begründete die Jury ihre Entscheidung.

Hier eine kurze Auswahl

"Schoolyard" von Armin Appel aus Deutschland Geometrische Figuren, kleine grüne Inseln und kräftige Farben: Hätten Sie gedacht, dass ein Schulhof in Deutschland so aussehen kann? Um diese beeindruckende Luftaufnahme eines Schulhofs seiner Heimatstadt Biberach an der Riss zu bekommen, musste der Amateurfotograf Armin Appel sogar einen Motorschirmflug unternehmen. Für dieses Bild wurde Appel zum Gesamtgewinner im Offenen Wettbewerb und damit zum "Open Photographer of the Year" gekürt.

ivi
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