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Ungewöhnliches Projekt: Dieser Mann lebte als Ziege in den Alpen – weil er genug vom Menschsein hatte

Er aß Gras und kroch auf allen Vieren: Der Brite Thomas Thwaites lebte als Ziege in den Schweizer Alpen. Warum tut ein Mensch so etwas?

Urlaub vom Menschsein: Der Londoner Designer Thomas Thwaites lebte als Ziege in den Schweizer Alpen.

Urlaub vom Menschsein: Der Londoner Designer Thomas Thwaites lebte als Ziege in den Schweizer Alpen.

Der 35-jährige Brite Thomas Thwaites suchte eine einfachere Form des Lebens – und fand sie im "Ziegensein". Den ganzen Tag im Freien verbringen, im Gras liegen und widerkäuen: All das erschien dem Londoner eine willkommene Abwechslung zu den alltäglichen Sorgen. Mithilfe eines Forschungsstipendiums fertigte er spezielle Ziegen-Prothesen an, lernte, wie eine Ziege zu gehen, sich wie eine zu verhalten und auch wie eine zu essen.

Vor fünf Jahren machte der Londoner bereits mit einem anderen Projekt Schlagzeilen: Er baute einen Toaster aus Rohstoffen, förderte Erz für Stahl und fertigte Plastik aus Erdöl.

Das Toaster-Projekt bescherte ihm viel Aufmerksamkeit, er trat im Fernsehen auf und hielt Vorlesungen – doch dann kam der Absturz. Während seine Freunde feste Jobs hatten und Familien gründeten, lebte Thwaites noch bei seinen Eltern. Sein Zuhause fühlte sich plötzlich so an, als würde er in einem "großen, dunklen Loch feststecken".

"Das Menschsein kann ziemlich schwierig, zermürbend und einfach stressig sein", erklärte Thwaites gegenüber der "DailyMail". Seine Ausflucht: Drei Tage in den Schweizer Alpen, die er mit einer Ziegenherde verbrachte – für ihn sein ganz persönlicher "Urlaub vom Menschsein".

Über seine Erlebnisse berichtet Thomas Thwaites in dem Buch "GoatMan: How I Took a Holiday from Being Human" (Princeton Architectural Press, 208 Seiten, 14,95 Euro).

ikr
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