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Stammkneipen – gut fürs Wohlbefinden Warum Alkohol (in Maßen) glücklich machen könnte

Alkohol
Wer regelmäßíg in Stammkneipen mit Freunden Alkohol trinkt, ist glücklicher
© Getty Images
Alkohol im Übermaß ist ungesund. Das weiß wohl jeder. Wissenschaftler haben nun aber herausgefunden, dass Alkoholgenuss in Maßen gut fürs Wohlbefinden ist.

Der Genuss von Alkohol geht auf Jahrtausend alte Wurzeln zurück. Bereits vor 7000 Jahren wurden fermentierte Getränke konsumiert. Natürlich sollte man niemals außer Acht lassen wie schädlich übermäßiger Alkoholverzehr sein kann, nicht nur für die Gesundheit, sondern auch fürs soziale Umfeld. Vielleicht haben sich Wissenschaftler aber genau deshalb bislang hauptsächlich auf die Nebenwirkungen des übermäßigen Alkoholgenusses fokussiert.

Ein Verzehr in Maßen könnte aber positive Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden haben, wie Wissenschaftler der Universität Oxford herausgefunden haben. Die Forscher haben dafür drei verschiedene Studien miteinander kombiniert, zwei Umfragen, eine auf nationaler Basis und Beobachtungsdaten von Verhaltensweisen in Bars. Das Ergebnis? Menschen, die regelmäßig in einer Bar trinken, sind sozial engagierter und vertrauenswürdiger.

Ein Hoch auf Stammkneipen!

In der ersten Studie wurden 2254 Erwachsene über 18 Jahre befragt, wie oft sie in eine Bar gehen und ob sie eine Stammkneipe haben. Außerdem wurden sie in drei Kategorien bewertet: persönliches Glück, Wahrnehmung des Lebens und Zufriedenheit im Leben. Knapp 20 Prozent, die regelmäßig eine Stammkneipe besuchten, erreichten in diesen drei Kategorien die höchste Punktzahl.

Gäste in Stammkneipen seien außerdem vertrauensvoller und hätten mehr enge Freundschaften als diejenigen, die gar keinen Alkohol konsumieren oder keine Stammkneipe hätten.

Die zweite Studie, in der die Unterhaltungen in Bars beobachtet wurden, enthüllt, dass diejenigen, die Alkohol konsumieren, länger und ohne Unterbrechungen Konversation betreiben würden.

Alkohol triggert die Hormon-Ausschüttung von Endorphinen, das sogenannte Glückshormon, historisch betrachtet, war dies essentiell für soziale Bindungen unter Primaten. Wer regelmäßig eine Stammkneipe besucht, hat bessere soziale Beziehungen und ist insgesamt glücklicher - ein Freifahrtschein für exzessives Trinken ist das jedoch nicht.


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