Dass ein Zwölfjähriger eine selbst gebastelte Bombe auf einem Weihnachtsmarkt deponiert, schockierte vor einem Jahr das Land. Nun hat sich das Ludwigshafener "Terrorkind" positiv entwickelt - dank guter Betreuung.
Bombenleger vom Weihnachtsmarkt
Wie es dem Terrorkind aus Ludwigshafen heute geht
Der Junge ist in Ludwigshafen aufgewachsen, die Eltern stammen aus dem Irak, sind aber nicht sonderlich religiös.
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Dass ein Zwölfjähriger eine selbst gebastelte Bombe auf einem Weihnachtsmarkt deponiert, schockierte vor einem Jahr das Land. Nun hat sich das Ludwigshafener "Terrorkind" positiv entwickelt. Das zuständige Jugendamt bestätigt die Einschätzung. "Damals vermied er jeden Blickkontakt, gab nicht die Hand, schaute auf den Boden. Er war ein verstocktes Kind, das weder auf mich noch auf meine Kollegen reagierte." (Jürgen May, Leiter des Jugendamts Ludwigshafen) "Nun berichten mir die Kollegen, dass er viel offener geworden ist, dass er gern kocht, dass er auf sein Aussehen achtet wie jeder Teenager und schlanker werden will." "Wir haben Anlass zur Hoffnung, dass er wieder Kind sein kann." (Ludwigshafener Jugenddezernentin Cornelia Reifenberg) Der deutsch-irakische Junge ist vor einem Jahr als erstes "Terrorkind" Deutschlands bekannt geworden. Da er im November 2016 erst zwölf Jahre alt war, konnte er nicht in Jugendarrest genommen werden. Die Behörden fanden erst nach langer Suche eine geschlossene Einrichtung, die ihn aufnahm.