Red Haircrow Mitglied der Chiricahua Apache/Cherokee verurteilt Neuauflage von Winnetou: "Hier geht es um Geldmacherei"

Filmstill aus dem Kinofilm "Der junge Häuptling Winnetou"
"Der junge Häuptling Winnetou", der seit dem 11. August in den deutschen Kinos läuft, steht aufgrund seiner kolonialistischen Erzählweise und rassistischen Motiven stark in der Kritik
© dpa
Die Debatte um die Neuauflage des Winnetou-Stoffs geht weiter. Uschi Glas, die Karl May-Gesellschaft und Franz Josef Wagner haben sich geäußert. Im stern kommen die Betroffenen zu Wort: Red Haircrow ist Mitglied der Chiricahua Apache/Cherokee und kritisiert die Winnetou-Bücher und -Filme bereits seit Jahren – unter anderem in einem Dokumentarfilm.

In den letzten Tagen ist die Debatte über das Bild der amerikanischen Ureinwohner in Deutschland neu entfacht. Waren Sie von der Vehemenz überrascht, mit der dieses fiktive Bild der sogenannten "Indianer" verteidigt wird?
Nein, ich bin nie überrascht von der vorsätzlichen, anhaltenden Praxis, rassistische Praktiken und Verhaltensweisen zu rationalisieren, zu normalisieren und zu verteidigen.


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