Mit 35 Studenkilometern zu viel auf dem Tacho hat ein 18 Jahre alter Fahranfänger eine Zivilstreife der Polizei überholt. Als "völlig losgelöst und von allen Verkehrsvorschriften befreit" beschreibt ein Polizeisprecher das Verhalten des Autofahrers am Mittwochabend auf der B307 bei Kreuth im oberbayerischen Kreis Miesbach. Jetzt soll der Mann, der erst seit vier Monaten seinen Führerschein hatte, Bußgelder in Höhe von rund 3.000 Euro zahlen. Zudem erwartet ihn ein mehrmonatiges Fahrverbot. Laut Polizei wird seine Probezeit verlängert. Seine Fahrtauglichkeit werde überprüft.
"Alles überholt, was sich in den Weg stellte"
Kurz bevor die Polizei den Fahrer anhalten wollte, habe der noch einmal richtig Gas gegeben, teilte der Sprecher mit. In einer Tempo-50-Zone sei der Fahranfänger mit 125 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, innerorts habe er die Geschwindigkeit um 25 km/h überschritten. Mit einem hochmotorisierten Audi Q7 habe der Fahrer auf der Bundesstraße zwischen Kreuth und Rottach-Egern ein weiteres Mal beschleunigt, hieß es von der Polizei weiter - und trotz Überholverbot "alles überholt, was sich in den Weg stellte." Dabei habe er eine Spitzengeschwindigkeit von 136 Kilometern pro Stunde erreicht. Am Ortseingang von Rottach-Egern habe die Polizei die "rasante Fahrt" des 18-Jährigen gefahrlos beendet.