Die Füchse Berlin haben ihre Spielfreude wieder entdeckt. Zumindest erinnerte der Auftritt in der Handball-Bundesliga gegen den HC Erlangen ein wenig an die famose Rückrunde der vergangenen Saison, die am Ende mit der ersten Meisterschaft gekrönt wurde. Trainer Nicolej Krickau ist deshalb sehr zufrieden mit der Entwicklung. "Wir haben zwei gute Monate gehabt und uns Spiel für Spiel gesteigert", sagte er nach dem 45:29-Kantersieg.
Das offensivstärkste Bundesligateam findet mehr und mehr präziser ins Tempospiel zurück. "Wir haben in den letzten Wochen vorne Riesenschritte gemacht. Das ist vielleicht ein guter Zeitpunkt", sagte Welthandballer Mathias Gidsel. Denn die Füchse erwarten ein enges Rennen um einen Champions-League-Platz. "Für uns zählt momentan jedes Tor. Denn vielleicht bleibt es bis zum Ende eng, und da spielt die Tordifferenz eine Riesenrolle", sagte Gidel.
Füchse erwarten "Wahnsinnsperiode"
Zudem kommen jetzt Spiele gegen direkte Liga-Konkurrenten. Und es steht das Final Four im Pokal an. "Eine Wahnsinnsperiode", sagte Krickau. Dafür "müssen wir richtig gut werden", ergänzte Gidsel. Die Berliner sehen sich aber gewappnet. "Wir sind auf dem Weg zu diesem Spitzenniveau. Und vielleicht haben wir jetzt die Chance, ein paar neue Ideen einzubringen", sagte Gidel. Die werden die Füchse für die nächste Partie, dem Spitzenspiel beim SC Magdeburg in 12 Tagen, brauchen.
Zuvor gibt es aber noch eine Länderspielpause. Gleich elf Berliner sind dann mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Manche haben dabei weniger Belastung, andere mehr. "Vielleicht bekommt der eine oder andere ein bisschen Pause, außer ich. Ich muss drei Spiele spielen. Aber ich kann das", sagte Gidsel, der für Welt- und Europameister Dänemark spielt.