Sicherungsverfahren
Nachbar mit Beil erschlagen - Mordprozess beginnt

Ein Mann soll in Hamburg seinen Nachbarn mit einem Beil erschlagen haben - jetzt beginnt der Prozess um die Tat am Landgericht.
Ein Mann soll in Hamburg seinen Nachbarn mit einem Beil erschlagen haben - jetzt beginnt der Prozess um die Tat am Landgericht. (Symbolbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Ein Mann erklärt auf einer Hamburger Polizeiwache, er habe seinen Nachbarn erschlagen. Die Beamten finden eine Leiche und ein Beil. Kann der mutmaßliche Täter bestraft werden?

Ein 42-Jähriger soll in Hamburg-Wilhelmsburg seinen Nachbarn mit einem Beil erschlagen haben - jetzt kommt der Fall vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mord aus, hält den Beschuldigten nach vorläufiger Einschätzung von Sachverständigen aber für schuldunfähig. Darum beginnt am Montag (9.00 Uhr) ein sogenanntes Sicherungsverfahren am Landgericht. Dem Beschuldigten droht dabei die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sich der 42-Jährige am Abend des 29. September vergangenen Jahres von hinten seinem Nachbarn genähert und ihm mit einem Beil auf den Kopf geschlagen haben. Als der Nachbar - nach Polizeiangaben 62 Jahre alt - zu Boden ging, habe er sich auf den Mann gekniet und weiter mit dem Beil auf ihn eingewirkt. Der 62-Jährige starb noch am Tatort. Kurz vor Mitternacht stellte sich der Ukrainer auf einer Polizeiwache. Die Beamten fanden die Leiche in einem Mehrfamilienhaus, wie die Polizei damals mitteilte. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde am Elbufer entdeckt.

dpa