Durch einen sogenannten Brückenwurf ist ein Auto auf der Autobahn 7 schwer beschädigt worden. Das teilte die Polizei mit.
Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei fuhren ein 67-jähriger Mann und eine 64-jährige Frau am Sonntag gegen 16:30 Uhr auf der A7 mit ihrem Auto in Richtung Norden. In Höhe der Brücke der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg zerbarst mit einem lauten Knall das Glas des Panoramadaches.
Die beiden Fahrzeuginsassen blieben zum Glück unverletzt, sie konnten mit dem Auto noch zur nächsten Raststätte fahren. Die umgehend eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben zunächst ergebnislos.
Brückenwurf wird als versuchter Mord behandelt
Die Kriminalpolizei Norderstedt ermittelt und ruft Verkehrsteilnehmer als Zeugen auf, sich unter der Rufnummer 040 52806-0 zu melden. Sie fragt: Wer hat den Brückenwurf am Sonntagnachmittag beobachtet? Wer kann Angaben zu Personen machen, die sich gegen 16:30 Uhr an der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg aufgehalten haben?
Ein sogenannter Brückenwurf sei ein schwerwiegendes Verbrechen, erklärt die Polizei. Wer Gegenstände auf fahrende Autos werfe, nehme schwere bis hin zu tödlichen Verletzungen der Fahrenden in Kauf. Strafrechtlich nehme man regelmäßig den Verdacht eines versuchten Mordes an, da die Täter heimtückisch handeln und Lebensgefahr besteht. Darüber hinaus könne auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorliegen.