Am Rande der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden (1:2) in der zweiten Fußballbundesliga sind nach Angaben des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt 64 Polizisten verletzt worden – einige mussten demnach ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Während der Halbzeitpause sollen Anhänger des Gastgebers die Beamte mit Pyrotechnik beschossen und mit Gegenständen beworfen haben. Dabei sollen auch Absperrgitter, Steine, Gehwegplatten und Gullydeckel zum Einsatz gekommen sein. In den sozialen Medien verbreitete Videos zeigen massive Angriffe größtenteils vermummter Magdeburg-Fans auf die Polizisten im unmittelbaren Stadionumfeld. Ob auch Fans oder Unbeteiligte verletzt wurde, teilten die Behörden nicht mit.
Hunderte Polizisten bei Magedburg-Spiel im Einsatz
Auch im mit 28.000 Zuschauern ausverkauften Stadion blieb es nicht ruhig. Wiederholt wurde auf den Rängen Pyrotechnik gezündet, der Beginn hatte sich daher verzögert und nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit wurde das Spiel für Minuten unterbrochen. Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks haben zudem Magdeburg-Fans versucht, zu den Anhängern von Rivale Dynamo Dresden vorzudringen.
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung.
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) zeigte sich erschrocken über die "brutale Gewalt": "Ich verurteile die gestrigen Ausschreitungen von angeblichen Fußballfans des 1. FCM und die gewalttätigen Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen der Polizei auf das Schärfste."
Insgesamt sollen mehrere Hundert Beamte verschiedener Landespolizeien sowie der Bundespolizei rund um das Zweitligaspiel im Einsatz gewesen sein.
Quellen: Innenministerium Sachsen-Anhalt, Nachrichtenagenturen DPA und AFP