In Schleswig-Holstein leben laut Landesjagdverband immer mehr Feldhasen. Im Schnitt wurden im Frühjahr im vergangenen Jahr rund 23 Hasen pro Quadratkilometer gezählt, wie der Verband mitteilte. Bundesweit seien es zuletzt 19 Feldhasen pro Quadratkilometer gewesen. "Der Hasenbesatz bleibt stabil und bewegt sich sogar deutlich über dem langjährigen Mittel", hieß es. Im Vergleich zu Beginn des Monitorings vor 30 Jahren sei die Population um 40 Prozent gewachsen.
Besonders im östlichen Hügelland in den Kreisen Plön und Ostholstein fühlen sich die Feldhasen demnach wohl. Im Mittel seien hier etwa 33 Tiere pro Quadratkilometer gezählt worden und damit so viele wie noch nie.
Milder Winter, trockener Frühling
Grund für die positive Entwicklung war laut Verband nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der trockene und milde Winter 2024/2025. Besonders im Nordosten sei der darauffolgende Frühling einer der trockensten seit Beginn der Messungen gewesen. Dennoch habe der Feldhase im Vergleich zu früher deutlich weniger optimalen Lebensraum durch Offenland mit Brachen und Blühstreifen, die auch Feldlerchen oder Insekten benötigten.
Sorge wegen neuen Virus
2025 sei zudem erstmals die tödliche Viruserkrankung Myxomatose bei Feldhasen im Land nachgewiesen worden. Ihr Einfluss auf die Bestände sei noch nicht abzuschätzen. In der Marsch seien im Herbst 2025 rund 20 Prozent weniger Hasen als noch im Frühjahr gezählt worden, mutmaßlich wegen Myxomatose. Bundesweit zeigten sich zwar bisher keine Folgen für die Gesamtpopulation, doch stark betroffene Bestände in einzelnen Regionen hätten sich bislang kaum erholt.