Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hat dem städtischen Winterdienst eine sehr gute Leistung bescheinigt. Dass der Verkehr auf den Hauptachsen zuverlässig rolle, sei wirklich ein Ergebnis harter Arbeit und guter Planung der Stadtreinigung.
Fegebank: Team Orange macht einen wirklich guten Job
"Hamburg präsentiert sich in diesen Tagen so winterlich wie schon sehr lange nicht mehr." 20 Zentimeter Schnee seien außergewöhnlich. Hinzu komme der ständige Wechsel von Tau- und Frostphasen, was eine besondere Herausforderung sei. "Ich finde, die Kolleginnen und Kollegen vom Team Orange (...) machen einen wirklich guten Job."
Fegebank sagte, es sei unmöglich, solche Mengen an Schnee vollständig zu entfernen. Deshalb konzentriere die Stadt ihre Kräfte auf die wichtigen Hauptverkehrs- und Verbindungsstraßen, auf Bushaltestellen und wichtige Fahrradstrecken. Gleichzeitig erinnerte die Senatorin Hauseigentümer daran, dass sie für das Räumen der Gehwege vor ihren Gebäuden zuständig seien. Derzeit seien in den Bezirken auch Wegewarte unterwegs, die die Räumpflicht kontrollierten. Notfalls könnten auch Bußgelder verhängt werden.
Senatorin warnt vor Spaziergängen in Parks und Wäldern
Wegen der hohen Schneelasten auf den Bäumen warnte Fegebank vor einem Besuch von Parks und Wäldern. Es könnten jederzeit auch große Äste abbrechen und Fußgänger verletzen. Deshalb seien auch bereits der Park Planten un Blomen sowie der Hauptfriedhof Altona gesperrt worden.
Auch von Dachlawinen gingen derzeit Gefahren aus, sagte Fegebank. Und zuletzt: "Betreten Sie auf keinen Fall die Eisflächen auf Alster und Co.." Es bestehe absolute Lebensgefahr. "Sprechen Sie auch mit ihren Kindern über die Gefahr und lassen auch ihre Tiere nicht aufs Eis", betonte Fegebank.
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Die neue Geschäftsführerin der Stadtreinigung Hamburg, Daniela Enslein, die ihren ersten Arbeitstag am vergangenen Freitag hatte, zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Leistung des Winterdiensts. "Das ist sehr, sehr eindrucksvoll, wie professionell, wie leistungsfähig und wie erfahren die Stadtreinigung Hamburg diesen Winterdienst managt." Enslein war zuvor Vorstand bei der Bremer Stadtreinigung.
Sechs Volleinsätze hintereinander - sonst elf in der ganzen Saison
In den vergangenen sechs Tagen habe der Winterdienst Volleinsätze gefahren, also alles an Personal und Maschinen auf die Straße gebracht. "Das ist wirklich ganz außergewöhnlich." Während einer gesamten Wintersaison von Mitte Oktober bis Mitte April rechne die Stadtreinigung normalerweise mit elf Volleinsätzen. Enslein erinnerte daran, dass die Stadtreinigung parallel dazu auch noch die normale Müllentsorgung und die Weihnachtsbaumabfuhr meistern müsse.
Derzeit seien rund 730 Beschäftigte und etwa 360 Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz. Das dies im Vergleich zu 2019 rund 170 Beschäftigte weniger sind, erklärte der Leiter der Geschäftseinheit Reinigung, Fabian Fehn, auch mit dem technologischen Fortschritt. So müssten die Beschäftigten nicht mehr Hunderte Meter Rad- und Fußwege von Hand räumen, sondern könnten Maschinen einsetzen, die dann auch die Gesundheit des Personals schonten.