Seit Einführung der Umweltprämie in Frankfurt haben fast 750 Bürgerinnen und Bürger das Angebot genutzt: Sie gaben ihr Auto ab und erhielten dafür ein Jahresabo für das Deutschlandticket, wie die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq mitteilt. Das Angebot besteht seit August 2024. Das Pilotprojekt ist zunächst auf drei Jahre befristet.
Die Prämie können Frankfurterinnen und Frankfurter ab 18 Jahren in Anspruch nehmen, die vor maximal fünf Monaten ein eigenes Auto mit Verbrennungsmotor verschrottet oder an eine Person außerhalb des eigenen Haushalts verkauft oder verschenkt haben. Zwölf Monate zuvor und während des Prämienbezugs darf kein Wagen neu zugelassen werden.
Autonutzung sank laut Befragung dauerhaft
Das Angebot habe eine tatsächliche Verhaltensveränderung bewirkt, sagt Heiko Nickel vom Mobilitätsdezernat. Eine Befragung ergab demnach, dass Teilnehmende vor Beginn der Prämie zu 26 Prozent ein Auto als Hauptverkehrsmittel nutzten, danach waren es noch 7 Prozent. Der Stadt gehe es auch darum, dass weniger parkende Autos an den Straßenrändern stehen, sagte Nickel.
Eine Abschaffprämie für Autos gab es auch in Marburg. Aus Spargründen wurde sie ausgesetzt. Dies bleibe auch 2026 so, erklärte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Eine Wiedereinführung sei für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen.