Wissenschaft
Hessens Vögel werden gezählt und jeder kann mitmachen

Nach den Worten des Ornithologen Stefan Stübing sind auch Helfer willkommen, die nicht alle Vogelarten kennen. Foto: Florian Wie
Nach den Worten des Ornithologen Stefan Stübing sind auch Helfer willkommen, die nicht alle Vogelarten kennen. Foto
© Florian Wiegand/dpa

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Brutvögel beobachten, Daten melden und Teil des großen Projekts "Adebar" werden: Hobby-Ornithologen können helfen, mehr über Hessens Vogelwelt herauszufinden. Warum jede Meldung zählt.

Um mehr über den Zustand der Vogelwelt zu erfahren, läuft aktuell das deutschlandweite Forschungsprojekt "Adebar 2" - auch in Hessen. Zahlreiche Ehrenamtliche beteiligen sich und sammeln seit rund einem Jahr Daten über das Vorkommen von Brutvögeln. In Hessen umfasst dies gut 200 Arten, wie Stefan Stübing von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) in Echzell (Wetteraukreis) erklärt.

Um bei "Adebar" ehrenamtlich mitzumachen, müsse man nicht alle Arten kennen, betont der Ornithologe. Es könne beispielsweise schon eine Hilfe sein, wenn jemand die Schwalben in seinem Ort zählt. Dies geht recht einfach über die Zahl der bewohnten Nester - zu erkennen an Kothäufchen. 

Jede einzelne Meldung ist wichtig 

Beobachtungen können auf dem online-Portal www.ornitho.de gemeldet werden. "Jede einzelne Meldung ist ein wichtiger Mosaikstein, um ein präzises Bild vom Zustand unserer Vogelwelt zu erhalten", sagt Stübing. Wer sich noch nicht bereit fühlt, alleine die Verantwortung für eine "Adebar"-Beobachtungsregion zu übernehmen, kann sich auch einem Team anschließen.

Die Feldarbeit für die Inventur der Vogelwelt soll bis 2029 dauern. Dann werden die Ergebnisse auf Landesebene geprüft und zu Verbreitungs- und Bestandskarten zusammengefügt.

"Adebar" ist die Abkürzung für "Atlas Deutscher Brutvogelarten" - ein Standardwerk für den Vogel- und Naturschutz.

dpa