Cyber-Kriminalität 2025 mehr Angriffe mit Erpressersoftware registriert

In MV wurden zuletzt mehr Ransomware-Angriffe polizeilich registriert. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
In MV wurden zuletzt mehr Ransomware-Angriffe polizeilich registriert. (Symbolbild) Foto
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Die Masche ist perfide: IT-Systeme werden verschlüsselt und Geld zur Freigabe verlangt. Zuletzt registrierte die Polizei mehr betroffene Firmen in MV. Aber Hacker haben es nicht nur auf sie abgesehen.

Die Zahl polizeilich registrierter erpresserischer Cyber-Angriffe ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen. 22 sogenannte Ransomware-Fälle seien für 2025 in der Eingangsstatistik der Landespolizei registriert, teilte das LKA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 2024 waren es demnach 17. Bei solchen Angriffen verschlüsseln Kriminelle Systeme mit einer Schadsoftware (Ransomware), um Geld zu erpressen oder versuchen es.

"Eindeutiger Hauptangriffssektor sind wiederum kleine und mittelständische Unternehmen", teilte das LKA mit Blick auf 2025 mit. Auch 2024 entfielen demnach 13 Fälle auf kleine und mittelständische Unternehmen. Drei Ransomware-Angriffe richteten sich demnach gegen Privatpersonen und einer gegen eine öffentliche Einrichtung. 2024 war das IT-System des Amtes Bergen auf Rügen von Hackern verschlüsselt worden.

Cybercrime-Phänomen mit höchstem Schadenspotenzial

Ransomware war laut LKA zuletzt weiter das Cybercrime-Phänomen mit dem höchsten Schadenspotenzial. Daneben wurden sogenannte DDoS-Angriffe registriert, 2025 einer gegen eine öffentliche Einrichtung und 2024 zwei gegen öffentliche Einrichtungen laut Eingangsstatistik. Dabei versuchen Angreifer, eine Website gezielt mit Zugriffen zu überlasten und sie so lahmzulegen.

Unternehmen beauftragten laut LKA vermehrt Abwehrmechanismen bei ihren IT- und Telekommunikationsdienstleistern gegen solche Angriffe. "Da DDoS-Angriffe in MV selten über zwei Tage hinausgingen, nahmen Geschädigte einen Ausfall ihrer Online-Dienste, wie zum Beispiel der eigenen Webseite, nicht als schädlichen Angriff wahr."

dpa