Vor Rechtsmedizin-Gutachten
Fabians Mutter beantragt Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Angeklagte (l-r) und ihre Rechtsanwälte im Gerichtssaal. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Beim Mordprozess im Fall Fabian werden als Beweise kaum zu ertragende Fotos vom Leichnam des Jungen gezeigt. Die Mutter beantragte für den nächsten Verhandlungstag den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Mutter des gewaltsam getöteten achtjährigen Fabian hat in dem laufenden Mordprozess den Ausschluss der Öffentlichkeit für die Vorstellung des rechtsmedizinischen Gutachtens beantragt. Die Anwältin der als Nebenklägerin vertretenen Mutter verwies zur Begründung auf postmortale Persönlichkeitsrechte als Ausdruck des Schutzes der Menschenwürde. Dahinter müsse das Interesse der Öffentlichkeit zurücktreten. Es werde erwartet, dass im Rahmen des Sachverständigenvortrags am Donnerstag das gesamte Obduktionsgeschehen zur Sprache komme. 

Der Vorsitzende Richter Holger Schütt betonte, über den Antrag werde in nicht-öffentlicher Form vor Beginn des nächsten Verhandlungstages beraten und entschieden. Dann sollten auch Verteidigung und Staatsanwaltschaft die Möglichkeit für Stellungnahmen erhalten. Fabian war laut Anklage am 10. Oktober vorigen Jahre an einem Tümpel bei Klein Upahl erstochen und anschließend angezündet worden. Wegen Mordes angeklagt ist eine 30-jährige Frau, die mit Fabians Vater liiert ist.

Auch am heutigen Prozesstag wurden Fotos und Nahaufnahmen von der Leiche gezeigt. Der Richter hatte die rund 90 Zuschauer im Saal 2.002 des Rostocker Landgerichtes zuvor gewarnt, dass die Bilder schwer zu ertragen sein könnten. Wer dies möglicherweise nicht aushalte, solle besser den Saal verlassen. Fabians Mutter war aus diesem Grund nicht zur Verhandlung erschienen und will das auch am Donnerstag nicht tun. Dann ist auch ein Sachverständiger geladen, der Angaben zu Brandursachen und Branddauer machen soll.

dpa