Notfall
Versuchter Mord - Handgranate unter Auto deponiert

In einem Radius von 300 Metern wurden Straßensperren errichtet. (Symbolbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa
In einem Radius von 300 Metern wurden Straßensperren errichtet. (Symbolbild) Foto
© Lino Mirgeler/dpa
An einem Einfamilienhaus in einer niedersächsischen Kleinstadt taucht plötzlich eine Handgranate auf. Noch ist vieles unklar.

Nach dem Fund einer scharfen Handgranate in Löningen (Landkreis Cloppenburg) hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet. Der Sprengkörper war am Sonntagabend von einem Anwohner unter einem abgemeldeten Auto bemerkt worden, das unter dem Carport eines Einfamilienhauses in der Nachbarschaft stand. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte den Sprengkörper, teilte die Polizei mit.

Straßensperren um den Fundort

Nach dem Fund am Sonntagabend hatte die Feuerwehr Straßensperren in einem Radius von 300 Metern um den Fundort eingerichtet. Anwohner wurden über Social Media gebeten, in ihren Häusern zu bleiben und Türen sowie Fenster geschlossen zu halten. 

Der Splint der Handgranate war mit einer Radfelge des Autos verbunden. Nach einer ersten Einschätzung durch Experten handelte es sich laut Polizei um einen funktionstüchtigen Sprengkörper, der höchstwahrscheinlich explodiert wäre, wenn das Auto bewegt worden wäre. 

Löningen ist eine Kleinstadt im Westen von Niedersachsen. Der Fundort liegt in einem "Mischgebiet", in dem sowohl Wohnhäuser als auch Industriegebäude stehen.

PM

dpa