Die Grünen-Landtagsfraktion will Demokratiebildung an Schulen in Sachsen-Anhalt stärker verankern. Das Fach Sozialkunde sollte nach ihrer Ansicht künftig an allen weiterführenden Schulen bereits ab der fünften Klasse verpflichtend unterrichtet werden, wie aus einem Antrag im Parlament hervorgeht.
Zudem sollen Schülerinnen und Schüler stärker beteiligt werden. Nach den Vorstellungen der Grünen sollen sie mehr Möglichkeiten bekommen, Unterricht, Projekte und das Schulleben mitzugestalten.
Mehr Mitsprache
Auch feste Beteiligungsstrukturen sollen ausgebaut werden. So sollen an Schulen ab der dritten Klasse Klassenräte sowie Schülerparlamente eingerichtet oder gestärkt werden. Diese Gremien könnten nach dem Vorschlag auch eigene Budgets erhalten, über die sie für schulische Projekte selbst entscheiden.
Weiterhin wollen die Grünen die Zusammensetzung der Schulkonferenzen ändern. Künftig sollen Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler dort jeweils ein Drittel der Stimmen haben.
Die Fraktion begründet den Antrag damit, dass Kinder und Jugendliche demokratische Fähigkeiten vor allem dann lernen, wenn sie im Alltag mitentscheiden können. Schulen spielten dafür eine zentrale Rolle, hieß es.