Cospudener See Umweltverein wehrt sich gegen Motorboote auf Cospudener See

Der Ökolöwe hat Widerspruch gegen Motorboote auf dem Cossi eingelegt. (Archivbild) Foto: Sebastian Willnow/dpa
Der Ökolöwe hat Widerspruch gegen Motorboote auf dem Cossi eingelegt. (Archivbild) Foto
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Die Landesdirektion hat auf dem "Cossi" bei Leipzig grundsätzlich Motorboote erlaubt. Der Verein Ökolöwe will sich damit noch nicht abfinden.

Der Leipziger Umweltschutzverein Ökolöwe hat Widerspruch gegen die Freigabe des Cospudener Sees für Motorboote eingelegt. Der Verein kündigte an, alle rechtlichen Mittel gegen die Entscheidung ausschöpfen zu wollen. Sie sei eine Katastrophe für den "Cossi".

Die Landesdirektion Sachsen hatte den See südlich von Leipzig per Allgemeinverfügung dauerhaft für die Schifffahrt freigegeben. Die Regelung soll ab 1. Februar für den Nordteil des aus einem ehemaligen Tagebau entstandenen Gewässers gelten. Bisher waren Einzelgenehmigungen nötig.

Mehr als 10.500 Menschen unterzeichnen Petition

Der Umweltschutzverein hatte in der Vergangenheit eine Petition gegen Motorboote auf dem See gestartet. Sie wurden nach Vereinsangaben von mehr als 10.500 Menschen unterzeichnet.

Das Ziel war es, Boote mit Verbrennungsmotor auf dem Cospudener See zu verhindern. Lediglich sanfte Antriebsarten sollten zugelassen werden. Laut Landesdirektion ist es jedoch rechtlich nicht möglich, Verbrennungsmotoren von der Schiffbarkeit auszunehmen.

Der Cospudener See ist ein beliebtes Freizeitrevier. Er wird von zahlreichen Badegästen angesteuert. Zudem sind bereits Segelboote, Paddler und ein Fahrgastschiff auf dem 400 Hektar großen Gewässer unterwegs. Die Südspitze des Sees ist aus Naturschutzgründen für Boote tabu.

dpa