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Eine Tote, acht Verletzte Dunkelheit? Zu schnell? Gutachter soll Rätsel um tödlichen Bootsunfall auf Ribnitzer See lösen

In Mecklenburg-Vorpommern ist bei einem Motorbootunfall eine Frau gestorben (Symbolbild)
In Mecklenburg-Vorpommern ist bei einem Motorbootunfall eine Frau gestorben (Symbolbild)
© Jens Büttner / DPA
Bei der Kollision zweier Motorboote auf einem See in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Frau gestorben. Acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Polizei sucht nach der Unfallursache, kann aber noch niemanden vernehmen.

Auf dem Ribnitzer See (Mecklenburg-Vorpommern) sind am Dienstagabend zwei Motorboote kollidiert. Dabei ist eine 66-jährige Frau ums Leben gekommen, wie die Landeswasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern mitteilt. Demnach hat sich der Unfall zwischen zwei je sechs Meter langen Motorbooten gegen 22 Uhr ereignet. Dabei fuhr ein Motorboot seitlich von hinten auf das andere auf. "Alle neun beteiligten Personen wurden dabei zum Teil schwer verletzt, für eine 66-jährige Frau kam jede Hilfe zu spät", heißt es in der Pressemitteilung.

Der NDR berichtet unter Berufung auf die Polizei, das gerammte Motorboot sei ein älteres Modell mit 12 km/h Höchstgeschwindigkeit gewesen. Auf ihm seien sechs Personen unterwegs gewesen – mutmaßlich alles Mitglieder einer Familie. "Das zweite, aufgefahrene Boot war hingegen hoch motorisiert und mit drei Menschen besetzt", schreibt der NDR. Vermutlich sei das andere Motorboot mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Die Polizei teilt lediglich mit, dass die Wasserschutzpolizei Stralsund zur Unfallursache ermittelt.

Überlebende des Bootsunfalls noch nicht ansprechbar

Laut NDR kann der Unfall noch nicht rekonstruiert werden, weil alle Überlebenden wegen ihrer Verletzungen und eines Schocks noch nicht ansprechbar seien. Sie seien in Kliniken in Rostock und Ribnitz gebracht worden. Laut "bild.de" entscheidet sich im Laufe des Tages, ob ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird. "Beide Boote wurden zu Untersuchungszwecken sichergestellt. Der Sachschaden wird auf 15 bis 20 tausend Euro geschätzt", schreibt die Polizei.

Nach dem tödlichen Bootsunfall auf dem Ribnitzer See hat die Staatsanwaltschaft Stralsund die Ermittlungen übernommen. "Wir haben einen Gutachter eingesetzt, der die genauen Unfallbedingungen aufklären soll", sagte Martin Cloppenburg als Sprecher der Behörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. das Unglück ereignete sich etwa 500 Meter vor dem Hafen des Stadtteils Ribnitz, der zu Ribnitz-Damgarten gehört.

Gutachter soll Unfallhergang klären

Der Gutachter soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft klären, ob das mit drei Personen besetzte Angelboot für die Sichtbedingungen zu schnell gefahren war. Zudem werde geprüft, ob das andere, mit sechs Menschen besetzte Sportboot ausreichend beleuchtet war und dort zu der Zeit liegen durfte. Die Getötete habe sich auf dem gerammten Boot befunden. Gegen den 35-jährigen Bootsführer des Angelschiffes werde wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt.

Quellen:Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern, DPA, Bericht auf ndr.de, "Bild.de".


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