Eis und Wind bereiten derzeit der Schifffahrt an Mecklenburg-Vorpommerns Küste Probleme, sorgen aber auch für beeindruckende Naturschauspiele. Am Greifswalder Bodden hat der Wind Eisschollen zu Eisbergen aufgetürmt, die mehrere Meter hoch sind.
Der nordwestliche Teil des Küstengewässers ist laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit sehr dichtem, örtlich bis zu 25 Zentimeter dickem Eis bedeckt. Ansonsten befinde sich im Greifswalder Bodden sehr dichtes, meist bis zu zehn Zentimeter dickes, örtlich auch dickeres Eis.
Hannes Knapp von der Insel Rügen sagte: "Das ist grandios." Die Eisfiguren erinnerten an das Werk "Das Eismeer" von Caspar David Friedrich. Der romantische Maler (1774–1840) holte sich seine Inspirationen auch in Vorpommern und stammt aus Greifswald auf der anderen Seite des Boddens.
Mecklenburg-Vorpommern: Eisbrecher kämpft sich durchs Eis
Die "Görmitz" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Ostsee hatte sich am Montag stundenlang durch das Eis zunächst nach Rügen und schließlich zur Insel Hiddensee gekämpft, um bei der Versorgung der Insel etwa mit Lebensmitteln zu helfen. Erst spät am Abend war das eisbrechende Mehrzweckschiff wieder in Stralsund.
Seitdem die Fähre "Vitte" vor mehr als einer Woche wegen eines Eisschadens ausgefallen ist, verkehrt nur der Eisbrecher "Swanti" der Reederei regelmäßig zwischen Rügen und Hiddensee. Menschen dürfen nur in Notfällen mit. Urlauber kommen derzeit nicht auf die Insel Hiddensee. "Der Notfahrplan bleibt aufrecht, aber es kann je nach Witterungsverhältnissen auch hier zu Einschränkungen kommen", schrieb der Sprecher.